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Flugreisen mit Kindern: Was sollte man beachten?

Flugreise: Mutter mit Baby Viele der beliebtesten Urlaubsziele lassen sich nur mit dem Flugzeug erreichen. Wenn man Kinder hat, kann so die Reise schon mal zum Abenteuer werden. Übrigens ist der Flug selbst für die Kleinsten nicht schädlich. Aber, wie bei allen Urlaubsvorbereitungen, gelten auch hier einige Tipps und Regeln, die man im Vorfeld beachten sollte.

Vor dem Flug ärztliche Rücksprache halten

Obwohl jedes Kind anders reagieren kann, kann man eine grobe Unterteilung in zwei Altersgruppen vornehmen. Diese stellen, jeweils für sich, verschiedene Anforderungen an Eltern und auch an das Flugpersonal. Für alle Kinder gilt jedoch, dass vor dem Buchen des Fluges ein Besuch des Hausarztes erforderlich ist. Bei diesem kann geklärt werden, ob der kleine Fluggast überhaupt für eine Flugreise geeignet ist. Polypen, Asthma, Bronchitis und andere Erkrankungen, besonders der oberen Atemwege, bedürfen einer besonderen Behandlung, damit es über den Wolken keine Probleme gibt.

Kinder bis vier Jahre

Beim Kleinkind ist schon bei der Buchung darauf zu achten, dass man die Kindersitzfrage klärt. Es gibt durchaus Autokindersitze, die zum Flugverkehr zugelassen sind, jedoch sollte man das vor dem Reiseantritt genau überprüfen. Im Zweifelsfall bieten die meisten Fluggesellschaften entsprechend geeignete und sichere Sitzschalen an. Eltern mit kleinen Kindern kommen übrigens oft in den Genuss des „Preboardings“ und dürfen vor allen anderen Gästen an Bord des Flugzeuges. Allerdings kann dieses aber auch schnell ein Problem werden, denn dem Kind wird die Zeit dann noch länger. Besser ist es, wenn ein Elternteil diesen Service nutzt, um den Platz vorzubereiten. Der andere bringt den Nachwuchs dann zum Ende des Eincheckens mit zum Platz. Besonders beim Start und bei der Landung sollte der Schnuller oder die Flasche gegeben werden, damit durch das Kauen ein Druckausgleich im Ohr stattfinden kann.

Fliegen im Kindergarten- und Grundschulalter

Ein Junge schläft auf dem Flug Kinder ab fünf Jahren nehmen ihre Umwelt bereits ganz bewusst wahr. Idealerweise reagieren sie mit aufgeregter Neugier. Eher ängstliche Kinder sollten deshalb schon frühzeitig mit Filmen, Bilderbüchern und Gesprächen auf den ersten Flug vorbereitet werden. Außerdem empfiehlt es sich, am Reisetag frühzeitig zum Flughafen zu fahren, um ohne Stress mit dem Nachwuchs noch auf eine Entdeckungsreise am Airport zu gehen. Hat man dann einmal eingecheckt, ist es besonders die Langeweile an Bord, die Kindergartenkindern und Eltern Probleme macht.

Austoben und Hörspiele gegen die Langeweile

Schlaue Eltern lassen ihre Kinder am Vorabend bewusst länger wach bleiben, um die Kinder im Flugzeug mittels MP3-Player und Hörspielen, beziehungsweise Musik, in das Reich der Träume zu schicken. Allerdings sollte man sich erkundigen, welche elektronischen Geräte aufgrund der Sicherheitsbestimmungen an Bord erlaubt sind. Ganz wichtig: Selbst die mutigsten Himmelstürmer können beim Start, bei Luftturbulenzen oder bei der Landung ängstlich reagieren. Gegen diese Unruhe hilft Ablenkung durch Zuwendung. Eltern sollten also ruhig und gelassen erklären, was gerade passiert oder ihre Kinder in Gespräche verwickeln. Zusätzlich sollten Kaubonbons bereitgehalten werden, um durch das Kauen den Druckausgleich zu unterstützen.

Kein guter Flugbegleiter: Stress

Grundsätzlich, also für Kinder in jedem Alter, gilt, dass Aufregung oder Angst schnell anstecken. Sind Eltern oder ältere Geschwister also selber ängstlich, aufgeregt oder leiden gar unter Flugangst, sollten sie dieses vor jüngeren Kindern nicht zeigen. Ruhiges und Sicherheit vermittelndes Verhalten wirken beruhigender, als alles andere. Übrigens: Das Flugpersonal an Bord ist ausgebildet für den Umgang mit ängstlichen Gästen – sowohl mit großen, als auch mit kleinen.

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