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Sparen und Wiederverwerten: Regenwasser, Kompostieren und Kräutergarten

Kompostieren und WiederverwertenAbfall, der nicht anfällt, muss auch nicht teuer entsorgt werden. Und die vielen nützlichen Geschenke der Natur kosten ebenfalls kein Geld. Es liegt also jede Menge cleveres Sparpotenzial in der Vermeidung von Hausmüll und in der intelligenten Nutzung natürlicher Ressourcen. Doch was hat das alles mit dem heimischen Garten zu tun? Erfreulich viel, wie nachfolgend nachgelesen werden kann.

Regenwasser sammeln

Wenn alles grünt und blüht, und wenn die Sommersonne vom Himmel strahlt, dann braucht jeder liebevoll gehegte und gepflegte Garten reichlich Wasser. Das kann man natürlich teuer aus der Wasserleitung laufen lassen. Doch intelligent vorausschauende Gartenfreunde wissen, wie der eigene Geldbeutel mit dem Sonnenschein ganz entspannt um die Wette lachen kann. Dazu braucht man nur möglichst viele große Regenwassertonnen und eine eigene Gartenpumpe, die das Grundwasser anzapfen kann. Die Regenwassertonnen sammeln bei schlechtem Wetter gutes Brauchwasser für bessere Sonnentage, und die Gartenpumpe sorgt dafür, dass der Rasen und die Rabatten auch dann nicht darben müssen, wenn das Regenwasser verbraucht ist. Und das alles zum flüssigen Nulltarif.

Kompostieren statt Geld verlieren

Fast alles, was man als Biomüll klassifizieren kann, eignet sich für den Vorgang des Kompostierens. Das wären in einem normalen Haushalt zum Beispiel sämtliche natürlichen Abfälle, die beim Obst und Gemüse putzen anfallen, aber auch Umverpackungen, die sich ausdrücklich zum Zersetzen im Komposter eignen. Wer hier sorgfältig trennt und gewissenhaft einsortiert, spart nicht nur jede Menge Müllabfuhrgebühren, sondern wird auch nach einiger Zeit mit frischer und selbst erzeugter und somit kostenlos anfallender Blumenerde reichlich belohnt. Und davon kann man in einem schönen Garten ja nie genug haben. Üble Gerüche muss man in einem gut und korrekt bewirtschafteten Komposter übrigens nicht befürchten, denn der Zersetzungsprozess von Kartoffelschalen & Co. vollzieht sich in jeder Hinsicht sehr dezent.

Kostbarer Kaffeesatz

Herrlich frisch aufgebrühter Kaffee ist ein stets willkommener Genuss. Doch nicht nur der Mensch hat etwas von dieser Delikatesse, sondern auch der Garten. Denn anfallendes wasserdurchtränktes Kaffeemehl ist ein hervorragender Dünger für Blumenbeete und Rabatten. Einfach den feuchten Rest der vergnüglichen Kaffeepause direkt draußen im Garten zwischen die Pflanzen auf die Erde werfen und sich mit bestem Gewissen auf den nächsten heißen Genuss freuen. Und wer zu seinem Kaffee gerne auch mal eine Zigarette raucht, der kann seinen Pflanzen noch mehr Gutes tun. Denn Zigarettenasche ist ebenfalls eine nährstoffhaltige Substanz, die hungrigen Pflanzen stets willkommen ist. Nur den Filter muss man natürlich getrennt entsorgen.

Feines aus dem Kräutergarten

Kräutergarten: eigene Kräuter im Garten anbauenNeben all den blühenden Augenweiden in einem gepflegten Garten sollte man auch die vielen fröhlichen Nutzpflanzen nicht vergessen. So kann in einem bunten Kräuterbeet aromatisches Basilikum mit frischem Schnittlauch und kräftiger Kresse um die Wette wachsen. Nebenan kann man den Gurken, Zucchini und Tomaten beim größer werden zuschauen. Und Brombeerhecken oder Erdbeersträucher laden duftend zu einem gesunden Obsttag ein. All diese wertvollen Leckereien kann man im heimischen Biogarten lustvoll ernten und gratis genießen, wenn es die Saison erlaubt. Was man im Bioladen für solche Schmankerln an Unsummen ausgeben müsste, will man dann nicht mehr wirklich wissen.

Natürlich kann man noch ein Übriges tun, in dem man auch außerhalb des Gartens auf eine konsequente Abfallvermeidung achtet. Verpackungen, die nicht kompostiert werden können, müssen den grünen Punkt tragen, um im Warenkorb landen zu können. Plastiktüten braucht man nicht, wenn man zum Einkaufen immer den eigenen Korb oder die eigene Tragetasche mitnimmt. Gemüse und Obst, das man lose und bedarfsgerecht einkaufen kann, vertreibt ebenfalls viele Abfallsorgen. Und Getränkeflaschen sollten grundsätzlich entweder im Altglascontainer oder in der Pfandflaschenrücknahme landen, je nachdem. Wer sich hier in seinem Alltag etwas diszipliniert, kann jede Menge Entsorgungsgebühren einsparen. Das lohnt sich auf jeden Fall. Denn jeder Euro, den man nicht für seinen eigenen Müll zum Fenster rauswerfen muss, kann in etwas deutlich Schöneres investiert werden.

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  • Angesichts des trockensten Frühlings bei 100 Jahren kann man mit dem Sammeln von Regenwasser in einer Regentonne gerade viel Geld sparen. Ein Kubikmeter Wasser kostet immerhin durchschnittlich 2 Euro.