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Leih-Oma oder Opa im Ausland

Generation 50+: Als Au-Pair-Großeltern unterwegs

Kinderbetreuung mal anders - Au-Pair-Großmutter im AuslandEinige Zeit im Ausland leben, die Kultur und den Alltag dort hautnah durch das Mitleben in einer Familie erfahren, sich durch das Versorgen und Beaufsichtigen der Kinder nützlich machen und so für den Lebensunterhalt sorgen: Viele junge Leuten ergreifen die Chance und arbeiten einige Monate als Au-Pair-Kraft.

Doch was Youngtimern seit vielen Jahrzehnten recht ist, sollte den Oldtimern eigentlich billig sein, dachte sich Kristin Emmerinck aus Prien und gründete einen Vermittungsdienst für Au-Pair-Großeltern.

Selbst ist die Frau

Die entschlossene Dame im besten Alter lebte selbst viele Jahre im Ausland und unterstütze unter anderem eine Pariser Familie mit kleinen Kindern tatkräftig als Leih-Großmutter. Ihre guten Erfahrungen möchte sie auch anderen Männern und Frauen jenseits der 50 ermöglichen. Es gibt viele Vermittungsdienste für junge Leute, so hatte sie bemerkt, aber für die Älteren gibt es bisher nur wenige. Also startete sie „Madame-Grand-Mère“.

Eine Oma, ein Opa auf Zeit

Die typische Zielgruppe der Au-Pair-Agenturen sind deutsche Familien, die seit Jahren im Ausland leben und ein kleines Stück Heimat zu sich holen möchten. So gewinnen sie einen wertvollen Gesprächspartner, mit dem sie über vertraute Dinge und Erinnerungen reden und lachen können, können vielleicht einmal wieder einen deutschen Hefezopf genießen und verhelfen gleichzeitig ihren Kindern zu einer Oma oder einem Opa – einer Erfahrung, auf die sie sonst verzichten müssten. Die lebenserfahrenen Au-Pairs sind zuverlässige Kindermädchen und können den Alltag und seine kleinen Höhen und Tiefen routiniert meistern.

Eine sinnvolle, neue Aufgabe

Auf der anderen Seite stehen Frauen und Männer, die zwar jenseits der 50, aber immer noch mitten im Leben stehen. Mancher sucht einen neuen Lebensinhalt nach einer Trennung, dem Verlust eines Partners oder nachdem die eigenen Kinder groß und unabhängig sind.

Der andere möchte seinen Lebensplan neu überdenken oder will sich einfach ein paar Monate den Auslands-Wind um die Nase wehen lassen. Es sind vor allem Grand-Mères, die dieses neue Angebot interessant finden, aber auch Männer sind immer öfter gewillt, sich auf diese neue Herausforderung einzulassen.

Die richtigen Partner zusammenbringen

Bei der Agentur laufen die Anfragen beider Seiten zusammen und sie vermittelt den ersten Kontakt. Dabei ist es immer wichtig, dass die Vorstellungen, Möglichkeiten und gegenseitigen Erwartungen genau besprochen und abgestimmt werden. Ein Brief, einige Telefonate – vor dem Reiseantritt muss klar sein, dass nicht nur die äußeren Umstände passen, sondern dass auch die Chemie stimmt!

Weiterführende Links zum Thema:

Madame Grand-Mère vermittelt Damen und Herren der Generation 50+ zu Gastfamilien außerhalb Deutschlands
http://madame-grand-mere.de/

Mit Granny Aupair in die weite Welt
http://www.granny-aupair.com/

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  • selber 50+

    Interessantes Thema. Wusste gar nicht, dass es sowas gibt.