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Stromsparen mit Energiesparlampen?

Energiesparlampe spart Strom und hält länger Gegen moderne Energiesparlampen (Stromsparen) sind Glühbirnen von gestern. Glühlampen bringen einen Draht zum Glühen. Damit wandeln sie nur fünf Prozent der eingesetzten Energie in Licht um. Der Rest verpufft als Wärme.

Energiesparlampen sind eigentlich kleine, mehrfach gebogene Leuchtstoffröhren. Sie erzeugen ihr Licht nicht durch einen glühenden Draht, sondern – ähnlich wie ein Glühwürmchen – durch einen Leuchtstoff.

Der Leuchtstoff befindet sich zusammen mit einem Edelgas und Quecksilberdampf in einem Glasrohr. In das Glasrohr wird elektrischer Strom eingeleitet. Er regt das Gas und den Quecksilberdampf an, so dass sie eine für das Auge zunächst unsichtbare Strahlung abgeben. Die Strahlung wird vom Leuchtstoff in sichtbares Licht umgewandelt.

Damit der Leuchtvorgang startet und dauerhaft läuft, muss der elektrische Strom in der Lampe mal stärker und mal schwächer sein. Das regelt ein kleines elektronisches Vorschaltgerät, welches sich im Sockel der Energiesparlampe befindet.

Stromsparen mit Energiesparlampen

Dank der besseren Technik verbrauchen Sparlampen bis zu 80 Prozent weniger Strom als Glühlampen. Eine Sparlampe mit 11 oder 15 Watt leuchtet genauso hell wie eine Glühlampe mit 60 Watt!

Je geringer die Wattzahl ist, desto weniger Strom benötigt das Licht. Das zahlt sich aus: Bei einer Leuchtdauer von 10.000 Stunden spart die Energiesparlampe im Vergleich zur Glühbirne 100 Euro Stromkosten.

Verschiedene EnergiesparlampenDas schont außerdem die Umwelt. Denn der meiste Strom wird in Kraftwerken erzeugt, die Kohle oder Öl verbrennen. Dabei entsteht Kohlendioxid (CO2). Ein Gas, das unsere Erde immer wärmer macht. Da die Sparlampen weniger Strom verbrauchen, entsteht auch weniger CO2.

 Ein weiterer Vorteil: Energiesparlampen halten mindestens zehn Mal länger als Glühlampen. Das gleicht ihren höheren Anschaffungspreis wieder aus. Allerdings sind nicht alle Sparlampen teuer und halten gleich lange. Die Lebensdauer steht häufig auf der Packung. Eine Lampe, die in der Anschaffung billiger ist, aber kürzer lebt, kann dann im Endeffekt teuer sein.

Die „Stiftung Warentest“ hat im März 2008 28 unterschiedliche Energiesparlampen getestet. Das Ergebnis: Megaman, Osram, Ikea und Philips liegen je nach Lampentyp mit „gut“ vorn.

Das Vorurteil, eine Energiesparlampe gehe beim Ein- und Ausschalten eher kaputt als eine Glühlampe, ist überholt. Tatsächlich musste man früher die Lampen der ersten Generation möglichst lange brennen lassen. Heute haben qualitativ gute Energiesparlampen eine Vorheizfunktion, was auf der Verpackung vermerkt sein sollte.

Sparlampen gibt es mittlerweile in allen Formen. Von der klassischen gefalteten Röhre bis hin zur Birne oder Kerze. Da sind die Röhren einfach mit Glas oder Kunststoff ummantelt. Solche Kunststoff-Lampen zersplittern nicht beim Herunterfallen.

Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll

Harmlos sind Sparlampen aber nicht. Denn sie enthalten eine geringe Menge vom giftigen Schwermetall Quecksilber. Einzelne Hersteller von Energiesparlampen verwenden neuerdings Amalgam statt flüssiges Quecksilber.

Amalgam ist eine stabile Verbindung von Quecksilber mit einem anderen Metall. Es ist umweltschonender und sicherer als flüssiges Quecksilber, weil sich erst bei Temperaturen um die 100 Grad Celsius ein flüchtiger Quecksilberdampf bildet. Selbst wenn die Lampe zerbricht, kann sich das im Amalgam gebundene Quecksilber nicht in der Luft verflüchtigen oder Böden und Gewässer kontaminieren.

Dennoch gehören ausgediente Sparlampen nie in den Hausmüll. Stattdessen sollten sie beim Händler, auf dem Recyclinghof oder bei der Schadstoffsammlung abgegeben werden. Sammelstellen in der Nähe finden sich unter http://www.lightcycle.de

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  • Heigl

    Erklären Sie mir bitte, warum man Quecksilber in Fieberthermometer verbietet und aber jetzt Glühlampen mit Quecksilber auf dem Markt bringt. Wenn ich schon flüchtiger Quecksilberdampf lese wird mir schon schlecht. Ich habe einen zweijährigen Sohn und gerade wieder schwanger und ich bin mir nicht sicher ob diese Variante der Lampen nicht gesundheitsschädlich ist.
    Bitte höflichst um eine Erklärung hierzu und ob sie ihre Meinung zu 100% vertreten können.

    Mfg
    Heigl

  • Was ich nicht verstehe:
    Es wird Quecksilberdampf benötigt, damit das Gas leuchtet.
    Aber weiter unten im Text wird erklärt, dass sich in Amalgam gebundes Quecksilber auch beim Zerbrechen der Lampe nicht verflüchtigt.

    Nun wenn Amalgam erst bei 100 Grad ausgast, warum leuchtet dann die Lampe?

  • Martin Müller

    Es ist so unglaublich was für eine Lobby hinter diesen Birnen steckt. Man muss sich dies einmal überlegen, es werden neutrale Birnen durch Quecksilberbirnen ersetzt und man denkt man tut was Gutes. Gut ist es Energie zu sparen, dumm ist es die Umwelt und den Menschen zu gefährden.