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Empathie:

Kindern Mitgefühl vermitteln – Aber wie?

Mitgefühl ist eine Fähigkeit, die Kinder erst im Laufe der Erziehung von ihren Eltern vermittelt bekommen. Aber auch Babys können durch eine Gefühlsansteckung schon Empathie empfinden.

Kleines Mädchen spendet Trost und Mitgefühl.

Trost und Mitgefühl: Empathie ist eine Fähigkeit die Kinder sehr früh erlernen sollten. Bild: © picture-alliance / dpa

Nicht nur Lachen wirkt ansteckend, sondern auch das Leid anderer Menschen zu beobachten. Wenn Eltern bei ihrem Kind die Fähigkeit des Mitgefühls anderen Kindern, Familienmitgliedern oder einfach anderen Personen gegenüber vermissen, bereitet ihnen das oft große Sorge. Die Frage, die sich Eltern oft dabei stellen: Ist das Verhalten meines Kindes normal? Welchen Einfluss habe ich als Elternteil oder Erziehungsberechtigter auf diesem Gebiet?

Die Entwicklung von Mitgefühl im Kindesalter

Kleinkinder im Alter von ca. 12 Monaten reagieren mit der so genannten „Gefühlsansteckung“. Werden sie Zeuge von Kummer eines anderen Kindes oder Familienangehörigen reagieren sie gleich bekümmert und beginnen unter Umständen sogar zu weinen. Mit ungefähr 20 Monaten entwickelt sich beim Kind das Bewusstsein, dass das „Selbst“ und „Andere“ zu unterscheiden sind. Diese Fähigkeit, also das eigene Erleben von dem der anderen Menschen abzugrenzen, gilt als Voraussetzung zum Zeigen von Mitgefühl.

Ist Mitgefühl erlernbar?

Gehirnforscher haben herausgefunden, dass in Kindern eine natürliche Fähigkeit zu Mitgefühl steckt, die im Hirn fest verankert ist und somit nicht erlernbar wäre. Andere Forschungsergebnisse zeigen allerdings deutlich, dass es sehr wohl förderliche oder hinderliche Bedingungen für die Entwicklung von Mitgefühl im Kindesalter gibt und die Eltern können dabei einen entscheidenden Anteil leisten. So haben Forscher herausgestrichen, dass das Verhalten gegenüber dem eigenen Kind, wenn es Kummer erleidet, von tragender Bedeutung ist. Kinder, deren emotionale Bedürfnisse durch angemessenes Mitgefühl und Wärme befriedigt wird, erleben ein Gefühl emotionaler Sicherheit, aus dem heraus sie auch für die Bedürfnisse anderer offener werden. Wird jedoch ein Kind mit seinem Kummer und Ängsten alleine gelassen oder reagieren die Eltern gar mit Zurückweisung, lernt das Kind, die eigenen Gefühle zu unterdrücken und wird dabei auch auf die Gefühle anderer kaum eingehen können.

Mitgefühl am Umgang mit Tieren lernen

Erfahrungsberichte zeigen, dass Kinder, die mit Tieren aufwachsen und der richtige Umgang mit ihnen von den Eltern gezeigt wurde, mit heranwachsendem Alter gegenüber den Mitmenschen mitfühlender, freundlicher und gerechter umgehen. Durch das Vorleben eines positiven und respektvollen Verhaltens dem Tier gegenüber lernt das Kind schon im Kleinkindalter, wie man sich Lebewesen gegenüber verhält, was sich auch auf das Verhalten anderer Menschen gegenüber auswirkt.

Fazit

Es ist unumstrittene Tatsache, dass Eltern eine bedeutsame Rolle für die Ausbildung sozialer Kompetenzen ihrer Kinder zukommt. Mitgefühl oder Trösten im gesunden Maße zählt mit Sicherheit zu einem wichtigen Teil der Kindererziehung. Eine frühe Förderung von Mitgefühl erhöht das Verantwortungsbewusstsein des jungen Erdenbürgers und bringt letztendlich Menschen einander näher.

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