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Ratgeber:

Vogelfütterung im Winter – was muss ich beachten?

Alle Jahre wieder, wenn der Winter mit Kälte und Schnee Einzug hält, bekommen Hausgärten verstärkt Besuch von gefiederten Gästen.

Unterschiedliche Vogelfuttersorten zum füttern von Wildvögel.

Vogelfutter als Energielieferant für Weich- und Körnerfresser in der kalten Jahreszeit. Bild: © fotolia.de

Es gibt wenige Gartenbesitzer, die nicht eine Futterstelle für Vögel im Winter im Garten haben. Doch auch beim Füttern gilt: Gewusst wie!

Bei Schnee und Kälte geht es los

Wenn gefrorener Boden oder eine Schneedecke die Futtersuche für die Vögel unmöglich machen, soll mit der Fütterung begonnen werden. Sobald sich im späten Winter die Bedingungen in der Natur soweit verbessert haben, dass die Vögel selbst Futter finden können, soll die Fütterung wieder eingestellt werden. Es gibt gegenteilige Ansichten, wonach man schon lange vor Winterbeginn zu füttern beginnen und dies auch möglichst lange, ja sogar bis zur Brutzeit, fortsetzen soll. Dem widersprechen Vogelkundler, da dies die Vögel sozusagen „verwöhnen“ könnte und sie sich nicht mehr um eine eigenständige Futterbeschaffung bemühen würden.

Futterhäuschen oder Futtersilo

Bekannt und beliebt sind Futterhäuschen aus Holz, die man mit etwas Geschick selbst bauen kann. Zu kaufen gibt es viele Formen von Futterhäuschen und Futtersilos, viele auch aus Kunststoff. Es empfiehlt sich eine Ausführung zu wählen, welche man nur alle paar Tage befüllen muss. Sehr wichtig ist, dass die Vögel sich beim Futterholen setzen können, ohne jedoch das Häuschen zu verunreinigen. Aufgestellt oder aufgehängt soll das Futterhäuschen derart werden, dass es nicht von Katzen erreicht werden kann. Freilaufende Katzen haben nun einmal den Raubtierinstinkt und leider auch Hunger auf Vögel.

Das richtige Futter wählen

Zu beachten ist, dass es unter den futtersuchenden Vögeln Körnerfresser wie Sperlinge, Meisen und Finken gibt. Daneben gibt es Weich- und Insektenfresser, zu denen Amseln, Drosseln, Rotkehlchen und Zaunkönige zählen. Fertig angebotene Vogelfuttermischungen eignen sich bestens für Körnerfresser. Die bekannten Meisenknödel oder –ringe sind – wie bereits der Name verrät – bei den Meisenarten begehrt und beliebt. Weichfresser wie Amseln lieben Äpfel, die man am besten im Ganzen verabreicht, oder ungeschwefelte Rosinen. Rindertalg oder Schweinespeck ist bei Kälte ein wichtiger Energielieferant speziell für Weichfresser. Im Fachhandel gibt es auch vorgefertigte Weichfressermischungen mit Insektenanteil. Nicht füttern soll man dagegen Speisereste und Brot, da diese gefrieren können.

Fenster mit Ausblick

Wohl die meisten Vogelfreunde wählen den Platz für die winterliche Futterstelle so, dass sie von einem oder mehreren Fenstern des Hauses eine gute Sicht darauf haben. Der schönste Lohn für das Füttern ist wohl das Schauspiel des emsigen Hin- und Herfliegens und Getümmels am Futterhäuschen, das zu betrachten sicher Jung und Alt Vergnügen bereitet. Wo sonst hat man Gelegenheit, eine Reihe unserer heimischen Wildvögel aus nächster Nähe erleben zu können? Mit ein wenig Glück bekommt man auch seltenere Vögel zu Gesicht, die sich nicht so oft in Hausgärten aufhalten. Besonders freuen sich natürlich Kinder, wenn es wieder soweit ist und das Vogelhäuschen aufgestellt wird. Wie schön ist es doch, wenn die Blaumeise vorbeikommt und der Buchfink sich ein Körnchen holt! Vogelfütterung im Winter ist wichtig und macht Freude!

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