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Osteopathie:

Cranio-Sacral-Therapie – Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren

Wenn die Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit im Rhythmus pulst, fühlt sich der Mensch wohl – so die Idee hinter der Cranio-Sacral-Therapie.

Therapeut behandelt eine Patientin mit der Cranio-Sacral-Therapie.

Die Cranio-Sacral-Therapie aktiviert die Selbstheilungskräfte im Körper des Patienten. Bild: © fotolia.de

Die Cranio-Sacral-Therapie ist ein körperorientiertes, manuelles Verfahren zur Behandlung verschiedener Erkrankungen, das auch in Deutschland immer populärer wird.

Der Begriff „Cranio-Sacral“ ist eine Zusammensetzung aus dem griechischen Wort „kranio“ (Schädel) und dem lateinischen Wort „Sacrum“ (das Heilige), das in der Anatomie für das Kreuzbein benutzt wird.

In den 1930-er Jahren hat der amerikanische Osteopath William Garner Sutherland (1873–1954) seine Forschungsergebnisse über die Cranio-Sacral-Therapie der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Therapie basiert auf dem rhythmischen Pulsieren der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit – dem Cranio-Sacralen-System – und der Hypothese, dass dieser Rhythmus einen direkten Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden hat. Durch die Störung des natürlichen Rhythmus, so die Theorie, entstehen Krankheiten, funktionelle Störungen und das Wohlbefinden verschlechtert sich.

Wie funktioniert die Cranio-Sacral-Therapie?

Bei der Behandlung liegt der Patient auf dem Rücken oder Bauch. Ein tiefer Entspannungszustand des Patienten begünstigt die Behandlung. Der Therapeut hat seine Wahrnehmungsfähigkeit so trainiert, dass er, wenn er die Hände auf den Kopf des Klienten legt, den Rhythmus des Flüssigkeitspulses erspüren kann. Vom Kopf ausgehend sucht der Therapeut dann entlang der Wirbelsäule bis zum Kreuzbein nach Unregelmäßigkeiten im Rhythmus.

Hat er eine Unregelmäßigkeit gefunden, dann versucht er, durch bestimmte Drucktechniken den Rhythmus wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Diese Drucktechniken sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren, die Durchblutung verbessern, Verspannungen auflösen und so eine tiefgreifende Heilung anregen.

Die Cranio-Sacral-Therapie in der Praxis

Normalerweise dauert eine Behandlung etwa eine Stunde. Die Behandlungsatmosphäre sollte ruhig und entspannt sein. Erfahrungsgemäß sind bei Erwachsenen zwei bis 20 Behandlungen im wöchentlichen Abstand notwendig. Kinder brauchen insgesamt weniger Behandlungen, weil sie meist schneller reagieren; zwei Behandlungen pro Woche sind bei ihnen möglich.

Besonders bewährt hat sich die Cranio-Sacral-Therapie unter anderem bei Tinnitus (Pfeif- oder Klingelgeräuschen im Ohr), Kiefergelenksbeschwerden, Muskelverspannungen, Hyperaktivität, Schwangerschaftsbeschwerden, Geburtstraumata, Stress und dessen Folgeerscheinungen, psychosomatischen Krankheitsbildern, Schleudertraumata, Migräne, Rheuma, Schulter- und Rückenbeschwerden. Die Cranio-Sacral-Therapie wird außerdem vorbeugend angewandt, um das Immunsystem zu stärken.

Der Deutsche Verband der Cranio-Sacral-Therapeuten stellt Listen mit den in Deutschland, Österreich und der Schweiz praktizierenden Cranio-Sacra-Therapeuten zur Verfügung. Auf der Webseite kann man sich außerdem über Ausbildungsmöglichkeiten informieren und – sowohl als Patient wie auch als Therapeut oder Therapeutin – Fachfragen stellen.

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  • iva milcic

    ich möchte wissen wo finde einen cranio-sacrale therapeut?