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Heilpflanze:

Klette (Arctium) – Anwendung, Inhaltsstoffe, Wirkung

Die Klette ist vielen nur als lästiges „Unkraut“ bekannt, das fast überall wächst und in der Kleidung hängen bleibt. Doch die Klette hat viele heilsame Eigenschaften.

Die Klette als Heilpflanze ist schon seit dem Altertum bekannt.

Heilpflanze – aus den Blättern und Wurzeln der Klette kann man einen Tee oder Sud zubereiten. Bild: © fotolia.de

Hundebesitzern sind die kugeligen Blütenstände mit den Widerhaken ein Gräuel, da sie bei den Vierbeinern nach dem Spaziergang zuhauf im Fell hängen und sich nur schwer entfernen lassen. Die Heilkraft der Klette wußte man jedoch bereits im Altertum zu schätzen.

Vorkommen und Aussehen der Klette

Tatsächlich ist die Klette weit verbreitet. Man kann sie in allen gemäßigten Zonen Eurasiens finden und von dort hat sie auch den Weg nach Nordamerika gefunden. An Wegrändern, Wiesen, auf Dämmen, Brachland und auf Schuttplätzen sind die Pflanzen anzutreffen. Sie wird bis zu 1,5 m hoch und hat wollig behaarte Stängel mit herzförmig-ovalen, großen Blättern. Die Blütenköpfe sind violett bis rot und stehen traubenartig am oberen Teil der ästigen Stängel. An den Blütenhüllblättern sitzen die zahlreichen gelblichen Widerhaken.

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Inulin, Gerbstoffe und Glukose sind die wichtigsten Inhaltsstoffe. Auch antibiotisch wirkende Stoffe sind enthalten. Verwendet werden die Blätter, die im Frühjahr gesammelt werden, und die bis zu 50 cm langen fleischigen Wurzeln, für die im Herbst Erntezeit ist.

Anwendung

Aus frischen Blättern der Klette kann ein Tee zubereitet werden, der die Verdauung anregt und bei Magenbeschwerden und Gastritis entzündungshemmend wirkt. Man kann ihn auch bei Mundbläschen zum Gurgeln verwenden und auf die Lippen tupfen bei Lippenausschlägen. Hauptsächlich wird die Wurzel der Klette verwendet. Aus dieser lässt sich ebenfalls ein Tee oder ein Sud zubereiten. Der Klettenwurzeltee wirkt blutreinigend und harntreibend. Er hat sich bei Leber- und Gallenleiden bewährt, kann beispielweise helfen, den Gallenfluss wieder in Gang zu bringen. Auch bei Rheuma, Gicht und Diabetes wird er unterstützend eingesetzt.

Äußerlich wendet man den Klettenwurzeltee bzw. -sud zur Behandlung von Wunden (auch Brandwunden), Ausschlägen, Flechten, Akne, Ekzemen und Geschwüren an.

Das Klettenwurzelöl wird als Haarwuchsmittel verwendet. Eingeschränkt wird die Wirkung aber auf Haarausfall, der auf mangelnde Durchblutung des Haarbodens zurückzuführen ist. Der Haarboden wird mit dem Öl eingerieben und dadurch die Durchblutung angeregt. Die wenigsten werden wohl auf ein neues Sprießen ihrer Haarpracht offen dürfen, aber das Einreiben des Haarbodens wirkt sich positiv bei schuppiger und trockener Kopfhaut aus, sodass bei solchen Problemen ein größerer Erfolg erwartet werden kann.

Das Öl kann übrigens auch zum Auftragen auf Wunden oder Hautunreinheiten verwendet werden.

Zubereitung des Klettenwurzeltees

Für den Klettenwurzeltee nimmt man 1,5 bis 2 Esslöffel getrocknete und geschnittene Wurzeln auf 1/2 Liter Wasser. Aus dieser Mischung macht man einen Kaltansatz, d.h. man übergießt die Wurzeln mit kaltem Wasser und lässt diesen Ansatz ca. 6-8 Stunden ziehen. Danach kurz aufkochen und abseihen. Man kann dies nun als Tee trinken oder aber für Umschläge und Spülungen verwenden.

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