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Depressiv: Auf der Suche nach einem Ausweg

Diese Frau ist DepressivDepressionen gehören heute zu den am weitesten verbreiteten psychischen Krankheiten. Die Symptome sind weitläufig, zeigen sich aber häufig durch ein dauerndes psychisches Tief, begleitet von Gefühlen der Trauer, der Melancholie oder auch der Hoffnungslosigkeit. Im Alltag belastet eine Depression zudem, da mit ihr oft Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche und mangelnder Antrieb verbunden sind.

Wege aus der Depression

Wenn eine Depression vermutet wird, sollte der erste Weg zum Arzt führen. Dieser sollte zunächst organische Störungen ausschließen. Oft können beispielsweise Fehlfunktionen der Schilddrüse ähnliche Erscheinungen zur Folge haben.

Stellt der Arzt tatsächlich eine Depression fest, gilt es, diese nun zu behandeln. Die Ursache – oft sind es prägende Ereignisse in der Vergangenheit – ist für eine erfolgreiche Therapie zweitrangig. Wichtig ist vor allem, dass der Betroffene sich bewusst darüber wird, dass er an einer Depression leidet und sich dieser stellt. Dazu gehört auch das Gespräch über die Krankheit im Rahmen der Familie oder im Freundeskreis. Diese bewusste Auseinandersetzung mit der Krankheit ist bereits der erste Schritt zur Heilung.

Wer während seiner Depression an innerer Unruhe leidet, kann diese aktiv mit ruhiger Musik bekämpfen. Ideal sind verschiedene klassische Stücke, wobei diese nicht zu melancholisch ausfallen sollten, um der Depression keine weitere „Nahrung“ zu geben.

Harte Arbeit: Die Therapie

Depressionen, Traurigkeit, MelancholieDer Weg zur Therapie ist sicher kein leichter Schritt, aber ein durchaus wirkungsvoller. Der erste Weg führt hier zum Neurologen oder Psychiater, hier wird abgeklärt, welche Form der Therapie sinnvoll ist, und ob eventuelle medikamentöse Begleitungen, etwa durch Antidepressiva, lohnenswert sind.

Während einer Gesprächs-, Verhaltens- oder Psychotherapie werden dann die Probleme des Betroffenen herausgearbeitet und die nötigen Schritte definiert, diese letztlich aus dem Bewusstsein zu streichen. Patienten lernen in diesem Rahmen, neue Sichtweisen auf bestehende Prozesse und Umstände zu erlangen und begreifen neue Wege, sich Problemsituationen zu stellen. Auch die Krankheit als solches und deren Auswirkungen auf das direkte Umfeld sind oft Bestandteil einer Therapie. Auf diese Weise entstehen oftmals völlig neue und unbekannte Einsichten betreffend der Krankheit an sich und der eigenen Person.

Sicherheit nie vergessen

Viele Betroffene möchten versuchen, die Therapie zu umgehen und versuchen, sich selbst aus der Depression zu befreien. Das ist allerdings nur mit größten Anstrengungen möglich und gelingt den Meisten überhaupt nicht. Der Weg zur Genesung führt daher letztlich fast ausschließlich über eine passende Therapieform. Nur so lernt der Patient seine Krankheit „kennen“ und weiß über die Ursachen bescheid. Mit diesem Wissen kann er nun neue Wege suchen und sich auch aktiv mit den Symptomen auseinandersetzen – die wichtigsten Faktoren für eine rasche und vor allem dauerhafte Genesung und ein Leben ohne weitere depressive Episoden.

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  • Claudia Montagna

    Ich hätte gerne nähere Informationen zur Gesprächstherapie, auch Antriebslosigkeit, Frustrationen etc.

    Ich leide seit ca. 5 Jahren an mittelschweren Depressionen, war auch schon in medizinischer Behandlung, finde es aber sehr schwer, danach noch ein strukturiertes Leben zu führen.
    Wegen meiner Krankheit lebe ich leider von meiner Familie getrennt.