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Die Trennkost Diät:

Erfolgreich Abnehmen ohne zu Hungern?

Vor rund 70 Jahren wurde das (Diät) Trennkost-Prinzip in den USA von Dr. Howard Hay entwickelt. Seitdem gibt es weltweit begeisterte Anhänger dieser Ernährungsweise.

Zwei Steaks mit Tomaten auf einem Holztablett

Trennkost-Diät: Saftiges Steak mit Eiweiß und Tomaten, aber keine Kohlenhydrate auf dem Teller. Bild: © fotolia.de

Im Laufe der Jahre wurden die medizinischen Erkenntnisse modifiziert, optimiert und spezialisiert. Mittlerweile gibt es verschiedene Arten der Trennkost: medizinische Trennkost-Heilverfahren, vegetarische und Vollwertkost-Varianten, aber auch regionale Ausprägungen, die Rücksicht auf besondere Essgewohnheiten unterschiedlicher Länder nehmen.

Grundprinzipien der Trennkost

Trennkost ist eine Diät, die davon ausgeht, dass die Kombination bestimmter Nährstoffe zu einer Mahlzeit Verdauungsbeschwerden, Übergewicht, ja sogar Krankheiten hervorrufen kann. Bei Trennkost wird darauf geachtet wird, eiweißhaltige und kohlenhydrathaltige Lebensmittel nicht zu einer Mahlzeit gemeinsam konsumiert werden.

Der ‚Trick’ bei dieser Diät ist der, dass man essen darf, was man will und weder besonders auf die Mengen achten noch Kalorien zählen muss. Einziges Verbot: Proteine und Kohlenhydrate sollen nicht in einer Mahlzeit kombiniert werden.

Zum Glück gibt es die Gruppe der neutralen Lebensmittel wie Gemüse oder Salat – sie dürfen sowohl mit Lebensmitteln der Proteingruppe als auch mit solchen der Kohlenhydratgruppe kombiniert werden.

Was ist was – Lebensmittelgruppen nach Trennkost

  • Gruppe 1: Proteine
    Eiklar, Milch, Käse mit einem Fettgehalt unter 60 %, Fleisch gegart, Fisch gegart, gegarte Tomaten (!)
  • Gruppe 2: Neutrale Lebensmittel
    Eigelb, Milchprodukte, Käse mit einem Fettgehalt über 60 %, rohes Fleisch und roher Fisch, Gemüse, Salat, Kaffee, Tee, Fette und Öle
  • Gruppe 3: Kohlenhydrate
    Kartoffeln, Getreideprodukte, Zucker, Datteln, Feigen, Bananen, Sirup, Obst, Wein

Und wie isst man nun Trennkost?

Für Trennkost-Mahlzeiten können Sie nach Belieben Nahrungsmittel aus Gruppe 1 und 2 oder Nahrungsmittel aus Gruppe 2 und 3 kombinieren (oder auch Nahrungsmittel aus nur einer Gruppe zu sich nehmen).

Wichtig ist, dass Sie die Gruppen 1 und 3 niemals zusammen in einer Mahlzeit verspeisen.

Jede Speise wird auf ihre eigene Art verdaut, so die Theorie der Trennköstler. Und da für Eiweiß gänzlich andere Verdauungsprozesse notwendig seien als für Kohlenhydrate, soll man den Magen nicht verwirren und ihm nur eins von beiden anbieten.

Um sicher zu gehen, dass die vorher verzehrte Speise richtig verdaut ist, wird eine längere Pause eingelegt, damit die darauf folgende Speise ebenfalls richtig verdaut werden kann. Man kann also nicht erst das Fleisch und fünf Minuten später die Kartoffelklöße verspeisen

Ist Trennkost eine ausgewogene Ernährung?

Trennkost verbietet keine Lebensmittel – aber was man in welchen Mengen isst, das sorgt für eine ausgewogene Zusammenstellung. Oder eben nicht.

Als der Arzt Dr. Hay die Trennkost erfand, hatte er Nierenprobleme. Weil sie mit der Ernährungsumstellung verschwanden, glaubte er, mit seiner extrem säurearmen Ernährung aus ca. 80 % basenbildenden Lebensmitteln (rohes Obst, Gemüse) und 20 % säurebildenden Lebensmittel (Zucker, Kartoffeln, Brot, Getreideprodukte, Eier, Käse, Fleisch, Fisch) alle Krankheiten, einschließlich Krebs, vermeiden bzw. heilen zu können. Die entstünden nämlich durch eine Übersäuerung des Körpers.

Abgesehen davon, dass der Körper verschiedene Puffersysteme wie etwa Atmung und Ausscheidung hat, mit denen er einer Über- oder Untersäuerung vorbeugt und seinen optimalen PH-Wert im Blut in Balance hält – Hays Theorie war also in diesem Punkt ein Irrtum –, haben Kritiker der Trennkost noch anderes zu bemängeln.

Sie sind der Ansicht, dass die starke Betonung von Obst und Gemüse in dieser Zusammensetzung zu einer Unterversorgung mit Kalzium, Eisen, Jod, B-Vitaminen, Getreideballaststoffen und essenziellen Aminosäuren führe.

Wer sich von der Trennkost angesprochen fühlt, sollte sie einfach mit dem behandelnden Arzt besprechen und sie ausprobieren. Viele Trennköstler berichten von einer positiven Umstellung: Das Essen liegt nicht mehr stundenlang schwer im Magen, es gibt kein Völlegefühl, Aufstoßen und Sodbrennen mehr. Magendrücken, Unterleibskrämpfe und Verstopfung – all das bekommt haben Leute schon mit Trennkost wegbekommen und auch langsam aber sicher überflüssiges Gewicht verloren.

Trennkost ist wegen ihrer wenigen Regeln relativ einfach umsetzbar. Der Vorteil an dieser Diät ist, dass man nicht hungern, oder über längere Zeit auf gewisse Speisen verzichten muss. Bei jeder Mahlzeit kann beliebig viel gegessen werden; eine Mengenbeschränkung kann zu einer schnellen Gewichtsreduktion führen.

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  • Norbert Landgraf

    Mittlerweile gibt es mindestens 4 verschiedene Sorten der Trennkost. Welche die richtige ist, sollte man für sich entscheiden.
    Aber es hat nichts mit der Original Trennkost nach ‚HAY‘ zu tun.
    1. Hay trennte Kohlenhydrate und Eiweiß.
    2. Schlank im Schlaf (nach Dr.Pape) erlaubt mittags Mischkost.
    3. KFZ-Diät trennt Kohlenhydrate und Fett.
    4. Montignac trennt nach dem glykämischen Index: Kohlenhydrate bis GI<50 ohne Fett.

    Und viele andere springen auf diesen Zug mit auf (siehe u.a.das Buch ‚Die andere Trennkost‘ ..)
    Fazit: Man sollte sich an dem Original halten……
    MfG
    Norbert Landgraf

  • Martina

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das Trennkost hilft sich gesünder zu ernähren. Das man dadurch gleich auch noch abnehmen kann ist ein angenehmer Nebeneffekt!

    Nachdem man erstmal die ersten 2-3 Wochen hinter sich hat und man sich daran gewöhnt hat, wird man glücklich satt und verliert dabei gleich noch die Lust auf Chips und Schoki.

    Mir hat Trennkost geholfen weit mehr Appetit auf Gemüse und Salat zu entwickeln. Fleisch hab ich eh nie viel gegessen, aber es macht sich positiv bemerkbar, wenn man weniger Geschmacksverstärker und Co. zu sich nimmt.

    Ich kann es jedem nur empfehlen es mal auszuprobieren.