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Die Menge macht’s:

5 Mal Obst und Gemüse am Tag fördert die Gesundheit

Die gesundheitsförderlichen Effekte von Obst und Gemüse werden in letzter Zeit immer häufiger in Frage gestellt. Für die DGE ist dies jedoch vollkommen unverständlich.

Frisches Gemüse senkt das KrankheitsrisikoDenn hier ist man zweifelsfrei der Überzeugung, dass der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse der Gesundheit förderlich ist.

Hoher Verzehr von Obst und Gemüse senkt das Krankheitsrisiko

„Es ist eindeutig, dass eine an Gemüse und Obst reiche Ernährung gesundheitsfördernd ist“ betont Dr. Helmut Oberritter, der Geschäftsführer der DGE. So senke der Verzehr von reichlich Obst und Gemüse das Risiko auf koronare Herzkrankheiten, Bluthochdruck oder auf einen Schlaganfall. Weniger Bedeutung als noch in den 1990er angenommen kommen den gesunden Nahrungsmitteln bei der Vorbeugung von Krebs zu gute. Zwar geht man auch hierbei von einem präventiven Potenzial aus, doch wird dieses schwächer eingeschätzt als noch vor 20 Jahren.

5 am Tag in jedem Falle zu empfehlen

Aus wissenschaftlicher Sicht spreche absolut nichts dagegen, den Verbrauchern auch weiterhin den Verzehr von 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu empfehlen. Entsprechend wäre eine ernährungs- und gesundheitspolitische Förderung diesbezüglich auch wünschenswert. Ziel sollte es sein, einen täglichen Verzehr von 650 Gramm zu erreichen. Dies entspräche 5 Portionen zu je gut 125 Gramm. Und gerade im Frühjahr sei dies sehr einfach mit heimischen Produkten zu erreichen. So bieten sich neben Spinat und Kohlrabi eine Vielzahl frischer Kräuter, Radieschen, Rhabarber oder auch Spargel, sowie Erdbeeren an, den täglichen Bedarf an Obst und Gemüse zu decken.

Obst und Gemüse liefern wichtige Nährstoffe

Karotten und Orangen - Obst und Gemüse täglich zu sich nehmenWährend die Vorteile der gesunden Nahrung für viele auf der Hand liegen, werden insgesamt noch immer zu wenig Gemüse und Obst verzehrt. Dabei sind dies wichtige Lieferanten für Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Ferner haben Obst und Gemüse eine geringe Energiedichte, enthalten wenig Fett und sind damit eine optimale Ergänzung zu jeder Mahlzeit. Nach aktuellen Einschätzungen von Experten, sind es weniger einzelne Inhaltsstoffe, die einen positiven Effekt auf die Gesundheit erzielen, als vielmehr das Zusammenspiel biologisch aktiver Substanzen. Hinzu käme ein Verdrängungseffekt, wobei ungesunde Lebensmittel durch den regelmäßigen Konsum von Obst und Gemüse einfach nicht mehr so viel Platz in der Ernährung einnehmen könnten.

Für Abwechslung sorgen

Um möglichst viele verschieden strukturierte sekundäre Pflanzenstoffe zu sich zu nehmen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung die Vielfalt an Obst und Gemüse auszunutzen. Entsprechend sollten jede Woche so viele verschiedene Sorten wie möglich gegessen werden. Neben den gesicherten positiven Effekten, gebe es zudem Hinweise, dass Obst und Gemüse auch geeignet seien, das Risiko auf bestimmte Krebserkrankungen zu senken. Die positive Wirkung ließe sich jedoch nicht durch Nahrungsergänzungsmittel erreichen. Denn Studien belegen, dass Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe in Form von zusätzlichen Präparaten keinen Schutz für den Organismus entfalten konnten. Manche Präparate könnten sich gar negativ auf die Gesundheit auswirken.

3 Portionen Gemüse, 2 Portionen Obst

Wie die Initiative „5 am Tag“ e.V. empfiehlt, sollten täglich mindestens drei Portionen Gemüse von insgesamt etwa 400 Gramm gegessen werden. Ergänzend kommen zwei Portionen Obst hinzu zu insgesamt 250 Gramm. Als Maßstab der Portionen darf man die eigene Hand zur Hilfe nehmen. Denn diese sorgt dem Alter der Person entsprechend in der Regel für die richtige Menge und man kann salopp auch von „fünf Mal einer Hand voll“ sprechen. Wie schnell die Portionen erreicht sind zeigt ein einfaches Beispiel. Beginnt man den Morgen mit einem Glas Orangensaft zum Frühstück ist bereits eine gute Ausgangssituation geschaffen. Zum Mittagessen gibt es dann Spargel und zum Nachtisch Erdbeeren. Nachmittags ein wenig Rhabarberkompott und zum Abendbrot noch ein wenig Kohlrabi als Rohkostbeilage und schon sind die 5 am Tag erfüllt.

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Über Stephan Lenz

Stephan Lenz studierte Philosophie, Soziologie und Anglistik an der Universität Mannheim. Es folgten schriftstellerische Fortbildungen und die freiberufliche Arbeit als Autor und Journalist. Neben unzähligen Artikeln in diversen Magazinen, veröffentlichte er Prosa im Charon Verlag, Hamburg, sowie im Wortkuss-Verlag, München. Er gehört seit vielen Jahren zum festen Stamm der Redaktion des Artikelmagazins.