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Nahrungsmittel der Azteken und Inkas:

Amaranth – Das Getreide, das keines ist

Die kleinen, nährstoffreichen Körner des Amaranth haben sich in den letzten Jahren in unseren Bioläden einen kleinen Stammplatz erobert, sind aber in der breiten Bevölkerung relativ unbekannt.

Amaranth wurde schon von den Azteken und Inkas gegessen.

Amaranth sieht aus wie gemahlenes Getreide – ist aber keines. Bild: © fotolia.de

Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass es in manchen alten Kulturen wie bei den Inkas und Azteken Hauptnahrungsmittel war und auch heute in vielen asiatischen und afrikanischen Ländern noch verbreitet ist.

In hinduistischen Ländern ist der Amaranth sogar eine klassische Fastenspeise, da sein Verzehr an solchen Tagen erlaubt ist, an denen auf Getreide verzichtet werden muss. Auch wenn der äußere Anschein die Einstufung als Getreide naheliegt, handelt es sich jedoch um ein so genanntes Fuchsschwanzgewächs. Die kleinen Körner erinnern ein wenig an Hirse und haben einen leicht nussigen Geruch.

Amaranth enthält viele hochwertige Inhaltsstoffe

Ein Vergleich des Nährstoffgehalts des Amaranths mit unseren gängigen Getreidesorten lässt Weizen, Roggen und Gerste äußerst alt aussehen: Selbst wenn wir von der Verwendung von Vollkornprodukten ausgehen, liefert Amaranth dreimal so viel Eisen und Magnesium wie sein Weizenkollege, auch bei Ballaststoffen liegt er ein Drittel höher.

Ebenso  liefert er in hohen Mengen Kalium, Calcium und andere Mineralstoffe. Hochwertige ungesättigte Fettsäuren des Omega-3-Typs, die Aminosäure Lysin und ein hoher Proteinanteil empfehlen den Amaranth als äußerst wertvolles Nahrungsmittel.

Der Einsatz in der Küche ist vielfältig

Die Tatsache, dass Amaranth kein Getreide und damit glutenfrei ist, macht es zum idealen Austauschstoff für Menschen mit Zöliakie. Auch bei Neurodermitis und anderen Allergien empfiehlt sich der Versuch, dieses Lebensmittel in den Speiseplan aufzunehmen.

Da das Klebereiweiß fehlt, lässt sich Amaranth zum Zubereiten unserer gewohnten Backwaren nur schlecht nutzen, aber es lässt sich ebenso wie Getreide mahlen, schroten oder zu Flocken verarbeiten. So ist der Einsatz in Aufläufen, Suppen, Gemüsepfannen ebenso möglich wie als Zusatz in Süßspeisen oder im Müsli. Der typische nussige Geschmack entfaltet sich aber vor allem beim Kochen.

Mittlerweile hat die Lebensmittelindustrie den Amaranth auch zur Herstellung von Müsliriegeln oder Keksen entdeckt. Von der Pflanze, die zwischen einem halben und einem Meter groß wird, können aber nicht nur die Körner verwendet werden. Auch die Blätter des Amaranth werden in manchen Ländern als Gemüse sehr geschätzt und ähnlich wie Mangold zubereitet. Sie sind sogar nahrhafter als viele vergleichbare Blattgemüse.

100 GrammkcalEiweiß (in g)Fett (in g)Kohlenhydrate (in g)Magnesium (in g)Kalium (in mg)Eisen (in mg)Kalzium (in mg)
Amaranth37015,88,856,83084849214
Buchweizen341101,771,31423923,521
Quinoa33814,8558,5276804880
Weizen (Korn)30811,4261973813,333
Roggen (Korn)2969,51,760,7915102,837
Mais (Korn)3319,23,865912941,58
Reis (Korn)3477,82,274,11192383,216
Quelle: Die große GU Nährwert Kalorien Tabelle 2002/2003, Ibrahim Elmadfa, Waltraute Aigner, Erich Muskat, Doris Fritzsche, Gräfe und Unzer Verlag

 

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