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Geschmacklos:

Fettarme Lebensmittel sollen schmackhafter werden

Fettreduzierte Lebensmittel werden noch immer nicht besonders gut von den Verbrauchern angenommen. Innovative Produkte sollen das künftig ändern.

Junge Frau im Supermarkt - in der Hand hält sie ein Packung Würstchen

Fettreduzierte Nahrungsmittel sollen in Zukunft besser schmecken. Bild: © fotolia.de

Nicht nur diverse Studien, sondern auch ein Blick in die Öffentlichkeit zeigen, dass das Thema Übergewicht in Deutschland nicht nur sprichwörtlich zunimmt. Neben mangelnder Bewegung spielen dabei in erster Linie energie- und fettreiche Lebensmittel eine besondere Rolle. Die Industrie hat bereits seit Jahren auf dieses Problem reagiert und bietet mit verschiedenen Light-Produkten genügend Alternativen zu den kalorienmäßigen Schwergewichten aus den Supermarktregalen. Doch die Verbraucher springen nicht so richtig auf die Produkte an, da neben dem Fettgehalt oftmals auch am Geschmack gespart wird. Mit neuen Technologien lässt sich dieses Problem aber möglicherweise beheben.

Das Geheimnis des Fettes entschlüsselt

Bereits vor drei Jahren hat der Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) ein Projekt ins Leben gerufen, das den vielversprechenden Namen „Fettwahrnehmung und Sättigungsregulation: Ansatz zur Entwicklung fettreduzierter Lebensmittel“ trägt. Durch vielfältige und branchenübergreifende Forschung sollte dabei herausgefunden werden, wie sich unter anderem das Zusammenspiel von Aroma und Geschmack in fetthaltigen und fettreduzierten Lebensmitteln verhält. Ebenso sollte der Einfluss von Fetten und Fettbegleitstoffen auf die Sättigung geklärt werden. Das groß angelegte Forschungsprojekt konnte nun erfolgreich abgeschlossen werden und die elf angeschlossenen Forschergruppen präsentierten ihre aufschlussreichen Ergebnisse auf einem Symposium, dem über 100 Experten der Lebensmittelbranche ihre Aufmerksamkeit schenkten.

Neue Wege für die Lebensmittelindustrie

Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse  geht man davon aus, dass die Industrie künftig fettreduzierte Lebensmittel entwickeln wird, die auf deutlich mehr Anerkennung bei den Verbrauchern stoßen werden. Die gewonnenen Erkenntnisse liefern der Industrie die Möglichkeit zum gezielten Einsatz der Fettbegleitstoffe und optimieren die Herstellungstechnologie fettreduzierter Produkte. In einfachen Worten ausgedrückt haben die Erkenntnisse neue Wege für fettarme Lebensmittel erschlossen, wodurch diese deutlich besser schmecken sollen als bisher. Wer an den gesamten Ergebnissen des Projektes interessiert ist, kann sich die Abschlusspublikation des FEI kostenlos als PDF-Dokument (4,96 MB) unter herunterladen.

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Über Stephan Lenz

Stephan Lenz studierte Philosophie, Soziologie und Anglistik an der Universität Mannheim. Es folgten schriftstellerische Fortbildungen und die freiberufliche Arbeit als Autor und Journalist. Neben unzähligen Artikeln in diversen Magazinen, veröffentlichte er Prosa im Charon Verlag, Hamburg, sowie im Wortkuss-Verlag, München. Er gehört seit vielen Jahren zum festen Stamm der Redaktion des Artikelmagazins.
  • Lena

    Fettarme Produkte schmecken wirklich nicht besonders gut. Deshalb können nur wenige eine Diät durchhalten. Eine Diät ist aber eine Lebensweise und es ist besser, wenn man sich ständig einer nicht strengen Diät anhält. Fettreiche Produkte sind aber überhaupt schädlich für die Gesundheit. Ich bin der Ansicht, dass diese Studie wirklich nützlich sein kann, wenn sie zur Verbesserung der Herstellungstechnologien der fettreduzierten Produkte beiträgt.