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Ratgeber:

Krebsvorsorge – Natürliche Mittel zur Krebsprävention

Das Schreckgespenst „Krebs“ geistert permanent um uns herum. Die Angst ist nicht unbegründet: Die Diagnose „Krebs“ kann von Heilung – nach einem meist langen Behandlungsweg und ständiger Nachsorge – bis hin zum hoffnungslosen Kampf gegen die Krankheit alles bedeuten.

Gesunde Ernährung - Nahrungsmittel einkaufenDer Ruf nach Prävention wird natürlich immer lauter, um Krebserkrankungen erst gar nicht entstehen zu lassen. Aktuelle Forschungen der letzten Jahre haben ergeben, dass gewisse Lebensmittel krebshemmend wirken. Mit gesunder Ernährung und gutem Lebensstil wären wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge viele Krebserkrankungen tatsächlich vermeidbar.

Krebsentstehung durch entgleiste Zellen

Krebserkrankungen entstehen kurz gesagt durch biologische Abläufe, bei denen Zellen entgleisen, was wiederum eine gestörte Organfunktion zur Folge hat. Die Hauptursache bei den meisten Erkrankungen liegt – so auch in Broschüre des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke zu lesen – im Verhalten und der Umwelt des Menschen. Dies sind Faktoren, die sich jedoch ändern lassen. Somit hat man es im Grunde genommen eigentlich selbst in der Hand, ob man einem erhöhten Krebsrisiko ausgesetzt ist oder nicht.

Krebsprävention durch gesunden Lebensstil

Ob man ein leichtes Opfer für den Teufel „Krebs“ ist, hängt laut Wissenschaftlern von der Umwelt, dem Lebensstil und der Ernährung ab. Aufgrund ihrer vielschichtigen Interaktion mit vielen Stoffwechselprozessen spielt dabei vor allem die Ernährung eine bedeutende Rolle, heißt es. Dabei sind aber weniger die oft verteufelten Zusatz- oder Schadstoffe in der Ernährung bedeutsam, sondern vor allem die richtige Nahrungsauswahl. Dabei handelt es sich laut Krebsexperten weniger um die schützende Wirkung einzelner Inhaltsstoffe als vielmehr um die ganzheitliche Ernährungsweise (Nahrungsauswahl, Zubereitungsart und Menge). So haben nachweislich z.B. pflanzliche Lebensmittel generell eine vor Krebs schützende Wirkung – auf einzelne Inhaltsstoffe der Obst- und Gemüsesorten sei dies aber nicht zurück zu führen.

Lebensmittel zur Krebsvorsorge

Ananas (Ananas comosus)

Ananas (Ananas comosus)

Ananas enthält reichlich antioxidatives Vitamin C und Vitamin E sowie verschiedene Enzyme, darunter die Cysteinprotease Bromelain. Dieser Enzymkomplex hat sich in Zellkulturen wie auch in der Behandlung von Krebspatienten als vielversprechend erwiesen: Er wirkt nicht nur gerinnungshemmend, entzündungshemmend und wundheilend, es hilft auch dem Immunsystem, sich gegen Tumorzellen besser zur Wehr zu setzen. In Tierversuchen zeigte sich, dass Bromelain zudem das Wachstum von Tumorzellen und die Metastasenbildung behindert.

Äpfel (Malus)

Äpfel (Malus)

Apfelschalen sollte man essen – jedenfalls von Bio-Äpfeln. Denn Äpfel enthalten v. a. in der Schale Ballaststoffe wie das Pektin und verschiedene Phytochemikalien, die krebshemmend wirken können, wie eine deutsche Überblicksstudie zeigte. Nach einer britischen Studie macht Pektin ein Eiweiß unschädlich, das für die Entstehung von Krebs mit verantwortlich ist. Außerdem enthalten Äpfel u.a. das Flavonoid Quercetin. Verschiedene Tierversuche zeigten: dieser antioxidativ wirkende gelbe Farbstoff, der auch reichlich in Zwiebeln, Brokkoli oder grünen Bohnen enthalten ist, senkt nicht nur das Tumorrisiko bei Brustkrebs, sondern hemmte sowohl bei Brustkrebs wie auch bei Darm- und Leberkrebszellen das Tumorwachstum deutlich.

Aprikosen (Prunus armeniaca)

Aprikosen (Prunus armeniaca)

Woher kommt das gesteigerte Schmerzempfinden von Reizmagen- Patienten? Aprikosen enthalten, wie auch Karotten, Kürbisse oder Mangos, reichlich Beta-Carotin. Dieser sekundäre Pflanzenstoff, der auch als Provitamin A bezeichnet wird, blockiert freie Radikale und wirkt – vor allem kombiniert mit anderen Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E und dem Mineral Selen – krebshemmend und immunstärkend. Wer raucht oder Alkohol trinkt, sollte allerdings von künstlichem und stark dosiertem Beta-Carotin die Finger lassen: hier erhöht Beta-Carotin das Risiko für Lungenkrebs.

Apfelbeeren (Aronia)

Apfelbeeren (Aronia)

Apfelbeeren, vor allem die schwarze Apfelbeere (Aronia melanocarpa), enthalten große Mengen an Pflanzenfarbstoffen wie z. B. Anthocyanen, dazu Folsäure, Vitamin C und Vitamin K und galten deshalb in der ehemaligen UdSSR als wichtige Medizinalpflanze. Vor allem die Anthocyane, die für die dunkle Farbe der Beeren verantwortlich sind, scheinen nach Studien an der Ohio State University das Wachstum von Darmkrebszellen zu behindern.

Artischocken (Cynara cardunculus)

Artischocken (Cynara cardunculus)

Die Distelblüten schmecken nicht nur, sie liefern auch Bitterstoffe wie das Cynarin, das Leber- und Gallensekretion anregt, krankheitsvorbeugende und zellschützende sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide) sowie Mineralien wie Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor.

Aubergine (Solanum melongela)

Aubergine (Solanum melongela)

Ihr Gehalt an Polyphenolen – den violetten und blauen Pflanzenfarbstoffen, die auch Anthozyane genannt werden – schützt die Zellen vor Schäden durch freie Radikale und soll krebsvorbeugend wirken.

Bambussprossen (Phyllostachys pubescens)

Bambussprossen (Phyllostachys pubescens)

Die Schösslinge des Bambus werden vor allem in der asiatischen Küche gern verwendet. Sie sind ballaststoffreich, fördern die Verdauung und sollen so krebsschützend wirken. Frisch enthält Bambus reichlich Vitamin C, dazu verschiedene B-Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6, B9), außerdem Kalium, Eisen, Mangan, Kupfer und Zink. Da manche Bambusarten ein Blausäureglycosid enthalten, ist es wichtig, den Bambus zu kochen.

Bananen (Musa)

Bananen (Musa)

Obstbananen wie Zwerbananen enthalten viele Vitamine (reichlich B6), Mineralien und Spurenelemente wie Kalium, Magnesium und Mangan sowie den Ballaststoff Pektin. Die kohlehydratreichen Früchte können sich positiv auf das Immunsystem auswirken; sinnvoll ist es allerdings, auf Bio-Qualität zurückzugreifen, da die Schale von Bananen aus konventionellem Landbau häufig stark mit Spritzmitteln belastet ist.

Gartenbohnen (Phaseolus vulgaris)

Gartenbohnen (Phaseolus vulgaris)

Die Hülsenfrüchte wirken dank des hohen Ballaststoffanteils verdauungsfördernd. Sie liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß, viel Vitamin K und C sowie Kalium, Magnesium, Calcium und Eisen. Ihr Saponingehalt lässt sie entzündungshemmend wirken, auch eine vorbeugende Wirkung gegen Darmskrebs wird vermutet.

Brennnesseln (Urtica)

Brennnesseln (Urtica)

Frische Brennnessen enthalten viel Vitamin C und Beta-Carotin, eine Vorstufe des Vitamin A, zudem Eisen und Calcium. Gegen rheumatische Beschwerden setzt man die Pflanze seit alters her ein, sie wirkt zudem leicht entwässernd und soll dank ihrer positiven Wirkung auf die Prostata krebsvorbeugend sein.

Broccoli (Brassica oleracea var. silvestris L.)

Broccoli (Brassica oleracea var. silvestris L.)

Broccoli enthält besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Glucosinolate sowie Isothiocyanate, darunter Sulforaphan, dessen krebshemmende Wirkung in Zellkulturen und Tierversuchen nachgewiesen wurde. Als reiner Gesundbrunnen enthält Broccoli zudem Folate, Vitamin K und C sowie wichtige Mineralien und Spurenelemente (besonders Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer, Mangan). Der hohe Selengehalt soll gegen Darmkrebs vorbeugen.

Brombeeren (Rubus fruticosus)

Brombeeren (Rubus fruticosus)

Brombeerblätter sind reich an Gerbstoffen (bis zu 14 Prozent) und Vitamin C, dazu enthalten sie Flavonoide und Pflanzensäuren wie Citronensäure oder Iso-Citronensäure. Sie stärken als Tee genossen das Immunsystem, wirken leicht zusammenziehend und entzündungshemmend. Die dunklen Früchte sind reich an Anthozyanen und enthalten zudem Ellagtannin, das im Magen-Darmtrakt in das Polyphenol Ellagsäure zerfällt, die in Zellkulturen und Tierversuchen eine krebsvorbeugende Wirkung erzielt hat.

Buttermilch

Buttermilch

Die in der Buttermilch enthaltenen Milchsäurebakterien sorgen für eine gesunde Darmflora und sollen zudem bei Tumorerkrankungen (besonders Darmkrebs) krebshemmend wirken.

Cashewnüsse (Anacardium occidentale)

Cashewnüsse (Anacardium occidentale)

Die Kerne des Casehwapfels enthalten reichlich Mineralien, v. a. Magnesium und Kupfer, zudem Phosphor sowie Vitamine der B-Gruppe wie etwa Biotin, das als Antioxidans wirkende Vitamin E sowie einfach ungesättigte Ölsäure.

Chilischoten (Capsicum frutescens)

Chilischoten (Capsicum frutescens)

Das Polyphenol Capsaicin verleiht den Chilischoten ihre Schärfe und verdauungsfördernde Wirkung, zudem wirkt es vorbeugend gegen Krebs. Es hemmt das Wachstum von Prostatakrebszellen und war im Zelltest ebenso effektiv gegen Leukämie sowie andere Krebzellen, wie verschiedene Studien zeigen.

Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum)

Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum)

Die Sprossen der Salatzichorie enthalten Folate, Beta-Carotin und Vitamin C sowie den Bitterstoff Intybin (Lactucopikrin) und Inulin. Extrakte aus Chicoree zeigten in Zellkulturen entzündungshemmende und krebshemmende Wirkung.

Endivie (Cichorium endivia)

Endivie (Cichorium endivia)

Der verdauungsfördernde Bitterstoff Intybin lässt den Endiviensalat Bitter schmecken. Endivie enthält zahlreine Mineralstoffe, besonders Kalium und Eisen. Auch der Gehalt an Folat ist für die Krebsprävention interessant.

Gemüse & Obst: Wirksam gegen Krebs

Gemüse und Obst schützen vor KrebsPflanzliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse wirken mit ihren Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen der Entstehung von Krebs entgegen. Dabei werden Radikale abgefangen, Enzyme induziert, die Genexpression verändert und die Zellabläufe beeinflusst. Der kanadische Biochemiker und Krebsforscher Prof. Richard Béliveau beschreibt in seinem Buch „Foods That Fight Cancer: Preventing Cancer through Diet“ (Deutscher Titel: „Krebszellen mögen keine Himbeeren“), welche Obst- und Gemüsesorten (und sonstige Lebensmittel) speziell den Krebszellen Paroli bieten. Generell scheint sich aber die vermehrte Nahrungsumstellung auf Obst und Gemüse positiv auf den Organismus auszuwirken.

Generelle Ernährungsempfehlungen

Die Österreichische Gesellschaft für Psychoonkologie rät neben Gemüse wie Brokkoli, Soja, Kohlgemüse und Tomaten, Salat, Rohkost, Müsli, Vollkornprodukte und Obst zu essen, mehrere Tassen täglich Grünen Tee zu trinken und sich generell vitaminreich zu ernähren. Fett- und Alkoholgenuss sollte dabei vermindert werden – ebenso natürlich das Rauchen. Vor allem auch sollte man Stress vermeiden und 3 bis 4 Mal wöchentlich 40 Minuten Bewegung (Training, Sport) machen. Um Hautkrebs zu vermeiden, sollte man natürlich Sonnenbrände vermeiden.

Fazit

Durch die Änderung des Lebensstils und der Ernährung kann man also das eigene Krebs-Erkrankungsrisiko verringern. Der Verzehr von Obst und Gemüse spielt dabei eine überaus wichtige Rolle. Der vernünftige Umgang mit dem eigenen Körper kann einen so mitunter vor der bitteren Erfahrung einer Krebserkrankung bewahren.

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  • Matthias Rothfuß

    Sehr guter Beitrag,

    Krebs muss nicht ein uneindeutiges Schreckgespenst sein, sondern jeder kann sich davor wappnen.

    Dazu muss besonders der eigene, persönliche Lebensstil geändert werden, wie ich es auch auf meinem Blog beschreibe.

    Zudem gibt es hochwertige natürliche Nahrungsergänzungen, die auch mir sehr geholfen haben.