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Vorsicht Falle – auch gesunde Nahrung kann dick machen

Milchprodukte - Butter und Magarine im SupermarktGesund essen für ein gutes Körpergefühl ist absolut in. Darauf weist uns nicht nur die Werbung hin, sondern auch Ärzte und Ernährungsexperten bestätigen, dass eine ausgewogene Ernährung mit speziellen Nahrungsmitteln hilft, sein Körpergewicht zu halten. Sie sollen sogar dabei helfen, überschüssiges Körperfett zu reduzieren. Grundsätzlich stimmt das auch, jedoch wird meist verschwiegen, dass es vor allem auf die richtige Menge und Dosierung ankommt, damit gesunde Lebensmittel auch den gewünschten Effekt unterstützen oder herbeiführen. Zuviel an Gesundem ist ungesund und kann unter Umständen zu Übergewicht führen.

Die Sache mit gesunden Fetten

Fett in Nahrungsmitteln ist wichtig. Ohne Fett wird Nahrung nicht nur fade oder gar geschmacklos, sondern auch schwerer verdaulich. Zusätzlich befinden sich in nahezu allen Lebensmitteln Vitamine, die nur durch Fett gelöst und so dem Körper zugänglich gemacht werden können. Jedoch muss man bedenken, das Fett grundsätzlich Fett bleibt. So ist, ob bei Streichfett mit Omega-3-Komplex oder auch kalt gepresstem Olivenöl, unbedingt auf die Menge zu achten. Hier gilt vor allem bei Butter und Margarine größte Vorsicht. Entgegen der Fernsehwerbung sollten Streichfette nur sehr dünn auf das Brot gestrichen werden. Auch der oft üppige Schuss Öl in den Salat ist überflüssig. In der Regel genügen für einen normalen Salat ein bis zwei Esslöffel des Geschmackträgers.

Vollwertprodukte sind Energiebomben

Wer sich vollwertig und gesund ernähren will, denkt in erster Linie an den Genuss von Hülsenfrüchten, Nüssen und Vollkornprodukten. Auch diese sind für eine ausgewogene Ernährung wichtig. Aber auch hier hat die Medaille eine Kehrseite: Sie sind nicht nur reich an natürlichen Ballaststoffen, sondern verfügen meistens auch über einen hohen Stärkegehalt. Stärke ist ein Mehrfachzucker und wird im Körper zu energiereichem Einfachzucker aufgespalten. So kann auch hier ein Übermaß an grundsätzlich zu empfehlenden Nahrungsmitteln aus dem Vollwertsortiment zu Übergewicht führen, wenn der Körper große Stärkemengen in Energie und als Körperfett einlagert.

Säfte und Co.

Besondere Vorsicht ist auch bei Fruchtsäften geboten. Diese sind meistens mit künstlichen Geschmacksstoffen und viel Zucker angereichert oder zumindest versetzt. Hier empfiehlt es sich, vor allem auf die Bezeichnung des Getränkes zu achten: Fruchtsaft muss, beispielsweise in Deutschland, aus einem Fruchtsaft- oder Konzentratanteil von 100 Prozent aufweisen. Außerdem dürfen dem Getränk keinerlei Konservierungs- oder Geschmackstoffe hinzugefügt werden. Jedoch darf pro Liter bis zu 15 Gramm Zucker hinzugefügt werden, ohne dass es auf der Verpackung deklariert werden muss. Von Fruchtnektar oder „Fruchtsaftgetränken“ wird bei einer gesunden Ernährung abgeraten. Der tatsächliche Fruchtanteil liegt bei ihnen zumeist bei weit unter 50 Prozent, der mit viel Wasser und Zucker angereichert wird. Der Vitaminanteil ist deshalb relativ gering. Wer also auf gesunde Getränke setzen möchte, sollte auf die Deklaration und die Inhaltsstoffe achten, die in jedem Fall auf der Verpackung stehen müssen. Übrigens: Zuviel Fruchtzucker in eigentlich gesundem Fruchtsaft macht genauso dick wie Raffinadezucker!

Die Menge und Ausgewogenheit macht´s

Um sein Körpergewicht zu reduzieren oder zu halten, ist es also nicht nur wichtig, die offensichtlichen Nahrungsmittel-Sünden zu meiden. Genauso wichtig ist es, auf die ausgewogene Menge und Zusammenstellung von gesunden Lebensmitteln zu achten. Denn auch hier gilt, dass, trotz aller gesunden Aspekte, zu viel des Guten zur Gewichtszunahme führen kann!

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  • Gute Fruchtsäfte sollte man ähnlich wie Wein trinken. Tolle Aromen genießen und in Maßen. Man sollte auch mal bedenken, wieviele Früchte in z.B. einem Liter Apfelsaft sind. Da kommt locker ein kg zusammen.

    Zum Durst löschen kann man Fruchtsäfte eigentlich nur mit Wasser mischen. 2/3 Mineralwasser und 1/3 Apfelsaft sind übrigens das fast perfekte isotonische Getränk.