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Oberschenkelhalsbruch:

Der Oberschenkelhals die Schwachstelle der Senioren

Ein Oberschenkelhalsbruch ist eine Bruch des Schenkelhalses, der die schwächste Stelle des Oberschenkelknochens darstellt. Die Hauptursache ist meistens eine direkte Gewalteinwirkung auf die Hüfte oder den Oberschenkel.

Älterer Mann und sein Physiotherapeut macht Gehversuche mit einem Gehgestell.

Physiotherpie: Senioren sind häufiger von einem Oberschenkelhalsbruch betroffen, als jüngere Menschen. Bild: © fotolia.de

Zählen bei Jüngeren Verkehrsunfälle und Verletzungen beim Sport zu den Hauptursachen, sind es bei älteren Menschen vor allem Stürze und kleinere Unfälle. Gerade ältere Frauen nach den Wechseljahren sind besonders gefährdet, einen Oberschenkelhalsbruch zu bekommen. Durch die Abnahme des Östrogenspiegels kommt es häufig zu einem Kalkverlust der Knochen und einem Knochenschwund, der so genannten Osteoporose.

Die durch die Osteoporose bedingte verringerte Knochendichte führt zu einer erhöhten Bruchgefahr. Leichte Stürze reichen dann oft schon aus, um einen Bruch herbeizuführen. Oft leiden ältere Menschen auch unter Gleichgewichtsstörungen oder Schwindel, was die Gefahr eines Sturzes oder Unfalls erhöht. Glatte oder nasse Flächen, Glatteis, Bordsteinkanten und Teppichränder stellen potentielle Stolperfallen dar.

Wie beugt man einem Oberschenkelhalsbruch am besten vor?

Ältere Menschen können einem Oberschenkelhalsbruch gezielt vorbeugen, wenn sie ihren Gleichgewichtssinn trainieren und so wieder mehr Sicherheit beim Gehen gewinnen. Eine Schulung der Aufmerksamkeit auf mögliche Gefahren wie Hindernisse und Unebenheiten und deren Minimierung sind weitere erste Maßnahmen.

Hier gilt es, sich der möglichen Gefahrenquellen bewusst zu werden. Besonders aufmerksam sollte man beim Treppensteigen, beim Ein- und Aussteigen in die Dusche oder Badewanne und beim Gehen auf unebenem Gelände sein.

Liegen Grunderkrankungen wie Schwindel oder Osteoporose vor, sollte diese Krankheit als Vorbeugung zu Oberschenkelhalsbrüchen behandelt werden. Bei abnehmender Knochendichte durch fortschreitende Osteoporose sind mittlerweile einige Maßnahmen bekannt, um die Stabilität der Knochen wieder zu erhöhen. Eine Möglichkeit wäre, gezielt über die Ernährung fehlende Mineralien zuzuführen.

Um Oberschenkelhalsbrüchen vorzubeugen, sollte die Knochendichte erhöht werden. Besonders die ausreichende Zufuhr von Kalzium ist dafür wichtig. Kalziumreich sind zum Beispiel Milchprodukte wie Joghurt, aber auch frisches Obst und Gemüse.

Bewegung trainiert das Gleichgewicht

Ein weiterer Aspekt der Vorbeugung ist ausreichend Bewegung. Regelmäßige Bewegung stärkt den Bewegungsapparat und verbessert den Gleichgewichtssinn. Einige Studien haben auch ergeben, dass richtig dosiertes Krafttraining unter fachkundiger Anleitung zudem die Knochendichte erhöht. Die Knochen reagieren auf ein Kräftigungstraining durch verstärkte Einlagerung von stabilisierenden Mineralien.

Viele physiotherapeutische Einrichtungen bieten mittlerweile deshalb auch ein gezieltes Krafttraining für ältere Menschen an. Auch immer mehr Sportstudios haben sich auf Gesundheitssport spezialisiert. Es geht in erster Linie darum, wieder alle Muskeln und Gelenke mit richtig dosiertem Widerstand zu bewegen. Besonders die gezielte Kräftigung der Hüft- und Beinmuskulatur beugt dem Oberschenkelhalsbruch vor.

Viele Vorbeugungsmaßnahmen werden sogar von den Krankenkassen übernommen oder bezuschusst. Fragen Sie einfach Ihren Facharzt oder den behandelnden Physiotherapeuten.

Den Haushalt von Gefahrenquellen bereinigen

Da zu den häufigsten Unfallorten der eigene Haushalt gehört, sollte man im Alter die eigene Wohnung einmal kritisch betrachten und Stolperfallen entfernen. Dazu gehören beispielsweise hochgebogene Teppichecken, rutschige Böden im Eingangsbereich, die bei Nässe spiegelglatt werden, glitschige Badewannen oder Duschen.

Auch vollgestellte Wege und schlecht beleuchtete Ecken innerhalb der Wohnung sind eine Gefahrenquelle. Entrümpeln und die Beleuchtung verbessern kann hier weiterhelfen und die Gefahr von Oberschenkelhalsbrüchen deutlich mindern.

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