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Das Stechen im Kopf:

Cluster-Kopfschmerz – Extremer Schmerz in Schüben

Heftiger Cluster-Kopfschmerz plagt diese FrauWer häufiger von Kopfschmerzen geplagt wird, weiß wie unangenehm diese sein können und je nachdem wie schwer sie tatsächlich ausfallen, kann auch der ganze Tag gelaufen sein. Denn manchmal hilft nicht einmal mehr die Kopfschmerztablette, sondern nur noch Ruhe und Schlaf in einem dunklen Raum. Doch Arbeitgeber und Familie haben nicht immer Verständnis für das „unsichtbare Leiden“ und können trotz brummendem Schädel ganz schön fordernd sein. Noch schlimmer ist es da, wenn die extrem schmerzhaften Cluster Kopfschmerzen Schläfe und Auge malträtieren.

Besonders unangenehm und sehr schmerzhaft

Natürlich sind Kopfschmerzen nie angenehm, ganz gleich wie schwach sie auch ausfallen mögen. Doch ähnlich wie bei der Migräne, tritt der Cluster Kopfschmerz besonders stark in Erscheinung und kann schnell zur nicht nur sprichwörtlichen Qual des Betroffenen werden. Der Cluster Kopfschmerz tritt in Attacken auf und wird von Patienten häufig mit einem beinahe unerträglichen reißenden oder pochenden Schmerz beschrieben, wobei der Schmerz jedoch nur einseitig auftritt, sowie sich in der Schläfe und um das Auge ausbreitet. Eine derartige Attacke kann zwischen 15 Minuten und drei Stunden anhalten und zwischen ein und im Abstand von zwei Tagen bis hin zu acht Mal täglich auftreten. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einer episodischen und einer chronischen Erkrankung, die sich nur in der Häufigkeit unterscheidet, nicht jedoch in der Intensität der Schmerzattacken. Bei einer episodischen Erkrankung ist der Patient aber immerhin mehrere Monate bis Jahre komplett beschwerdefrei, während der chronisch Betroffene meist nicht länger als einen Monat Ruhe vor den malträtierenden Schmerzen einer Attacke hat. Die Attacken selbst treten übrigens vorwiegend etwa zwei Stunden nach dem Einschlafen oder aber in den frühen Morgenstunden beziehungsweise am Nachmittag auf. Der Schmerzeintritt erfolgt dann sehr plötzlich und reißt den Patienten aus seinem Alltag. Denn viel Raum zum freien Handeln lassen die Schmerzen nicht mehr.

Wann kann es sich um Cluster Kopfschmerzen handeln?

Die Kopfschmerzen lassen nicht nachAuch Migränepatienten sind während eines Anfalles kaum mehr in der Lage ihrem Alltag uneingeschränkt nachzugehen. Die Schmerzen im Kopf rauben nicht nur die Konzentrationsfähigkeit, sondern zwingen den Betroffenen förmlich zur Ruhe. Bei den Cluster Kopfschmerzen neigen die Patienten hingegen dazu sich zu bewegen, da der Schmerz während der Bewegung erträglicher wird. Dies muss jedoch nicht zwingend der Fall sein, sodass sich die Cluster Kopfschmerzen oftmals nicht eindeutig von einer Migräne abgrenzen lassen. Erschwerend hinzu können sowohl bei der Migräne als auch bei den Cluster Kopfschmerzen Sehstörungen eine Attacke einleiten und auch zusätzliche Symptome können sich überschneiden. So kann auch der Cluster Kopfschmerz beispielsweise von Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit begleitet werden. Grundsätzlich treten bei den Cluster Attacken neben den starken Kopfschmerzen aber mindestens ein weiteres Symptom auf. Dieses kann eine gerötete Bindehaut des Auges sein, eine verengte Pupille oder ein hängendes Augenlid, ein Lidödem, ein tränendes Auge oder körperliche Unruhe, sowie eine verstopfte oder laufende Nase und Schwitzen im Kopfbereich. Bis auf die Unruhe treten die weiteren Symptome nur auf der schmerzenden Seite des Kopfes auf.

Die Ursachen der starken Kopfschmerzen

Der Cluster Kopfschmerz ist ein eigenständiges Krankheitsbild und kann für sich alleine beim Patienten auftreten. In einigen Fällen kann die besondere Art der Kopfschmerzen aber auch als Begleitsymptom einer schwereren Erkrankung auftreten. So können zum Beispiel auch Gehirntumore, die Regionen um einen Hirninfarkt herum, sowie Aneurismen, Angiome, Hypophysenadenome oder auch Infektionen die Symptomatik des Cluster Kopfschmerzes auslösen.

Der Cluster-Kopfschmerz lässt dank Tabletten nachEtwa 0,2 bis 0,3 Prozent der deutschen Bevölkerung leidet unter einer Erkrankung durch die Cluster Kopfschmerzen. Die genaue Ursache ist dabei aber nicht geklärt. Früher vernutete man eine Erweiterung oder Entzündung der Blutgefäße im Gehirn. Heute weiß man zumindest, dass dies nicht Ursache, sondern Folge der Cluster Kopfschmerzen sein kann. Des Weiteren vermutet man den Ursprung in einer Erkrankung des Hypothalamus, also derjenigen Region im Gehirn, die unter anderem für den Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich ist. Grund zu dieser Annahme ist die regelmäßige Verteilung des Kopfschmerzes auf bestimmte Tageszeiten, sowie der positive und negative Einfluss von Jahreszeiten auf die Attacken und eine Störung der Hormone, die den Tagesablauf regulieren. So lässt sich der Cluster Kopfschmerz in der Regel zuverlässig diagnostizieren und entsprechend behandeln.

Die Behandlung

Die Cluster Kopfschmerzen sind bislang nicht heilbar. Entsprechend werden ausschließlich die Symptome behandelt, um den Schmerz möglichst zu lindern oder die Häufigkeit der Attacken zu senken und so einen normalen Alltag auch während episodischer Phasen zu ermöglichen. Ist eine Attacke aufgetreten, wird diese häufig mit medizinischem Sauerstoff behandelt, der über eine Hochkonzentrationsmaske eingeatmet wird. Zudem werden gegen die Schmerzen sogenannte Triptane als Tabletten oder Nasenspray verabreicht. Bei besonders starken Schmerzen kann auch das örtliche Betäubungsmittel Lidocain über die Nase verabreicht werden. Herkömmliche Schmerzmittel und auch alternative Heilmethoden wie zum Beispiel die Akupunktur haben sich bisher leider als vollkommen unwirksam erwiesen. Als kleiner Tipp: Sollten sich Schwierigkeiten in der Diagnose erweisen oder es sich um eine Ersterkrankung am Cluster Kopfschmerz handeln, empfehlen Ärzte das Führen eines Kopfschmerztagebuches. Darin sollten alle Aktivitäten und Speisen, sowie das Auftreten und eine möglichst präzise Beschreibung der Kopfschmerzen festgehalten werden. Dies erleichtert sowohl die genaue Diagnose und kann zudem bestimmte Auslöser enttarnen, auf die dann reagiert werden kann. Der Gang zum Neurologen wird sich jedenfalls nicht vermeiden lassen. Denn zum einen bedeutet eine Erkrankung an Cluster Kopfschmerzen eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität, die der Arzt zumindest wieder verbessern kann und zum anderen kann dieser auch vorbeugende Maßnahmen treffen, welche die Attacken verhindern oder abmildern können.

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  • Von einer Betroffenen wurde Kälte mit Akupressur in einem Stirnband (salvacold) kombienert was die Schmerzen zwar nicht verhindert, aber lindern kann. Eine sanfte Methode bei Kopfschmerzen.