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Nahrungsmittelallergien:

Die vier häufigsten Nahrungsmittelintoleranzen

Immer mehr Menschen leiden unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Laktoseintoleranz, Zöliakie, Fruktoseintoleranz und Histaminose sind die vier bekanntesten unter den Lebensmittelallergien.

Allergische Reaktion - Ein Arzt setzt verschiedene Proben auf die Haut des Patienten

Ein Allergietest beim Arzt kann feststellen unter welcher Nahrungsmittelunverträglichkeit man leidet. Bild: © fotolia.de

Immer mehr Menschen haben mit Unverträglichkeiten von bestimmten Nahrungsmitteln zu kämpfen. Dabei kann es sich um spezifische Allergien handeln, die sich irgendwann im Laufe des Lebens manifestiert haben. Es können aber auch genetische Grundlagen eine Rolle spielen. In diesem Fall ist es dann so, dass der Körper bestimmte Stoffwechselwerkzeuge einfach nicht selbst herstellen kann, wodurch die Verwertung oder die Unschädlichmachung eng umrissener Nährstoffgruppen verhindert wird. Die unangenehmen Folgen solcher Nahrungsmittelintoleranzen können von einem vergleichsweise harmlosen Völlegefühl über starke Magen-Darm-Beschwerden bis hin zum chronischen Müdigkeitssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome, abgekürzt CFS) reichen. An dieser Stelle sollen die vier verbreitetesten  Nahrungsmittelunverträglichkeiten benannt und beschrieben werden.

Laktoseintoleranz

Um den in der Milch vorhandenen Milchzucker (Laktose) verstoffwechseln zu können, braucht der Körper das Enzym Laktase. Fehlt ihm dies, so bleibt der Milchzucker als Substanz im Darm unangetastet, und der Betroffene bezahlt seine Lust am Milchshake, am Pudding oder am Fruchtjoghurt mit quälenden Bauchschmerzen bis hin zu fiesem Brechreiz.

Was man tun kann:

1) Inzwischen hat der Markt auf das immer größer anwachsende Potenzial von Milchzuckerallergikern reagiert, und bietet ein erfreulich breites Sortiment an laktosefreien Produkten an. Da gibt es von der laktosefreien Trinkmilch bis hin zu trendig leckeren Sojazubereitungen alles, was das Herz begehrt. Hier darf ohne Reue geschlemmt werden.

2) Laktase gibt es als Einzelpräparat in der Apotheke zu kaufen. Nimmt man dieses Mittel ein, dann ist der Körper vorübergehend in der Lage, mit Milchprodukten auf natürlichem Wege fertig zu werden. Derart gerüstet darf man sich dann auch mal wieder ein paar sahnige Sünden gönnen.

Zöliakie

Die Unverträglichkeit von Gluten, das man auch unter dem Namen „Klebereiweiß“ kennt, zwingt Betroffene dazu, sowohl die primären Lieferanten (Getreide, insbesondere Weizen) als auch die sekundär belasteten Lebensmittel (Gluten wird gern industriell als Verdickungsmittel in Fertigmahlzeiten verwendet) strikt zu meiden. Andernfalls muss es die Darmschleimhaut bitter büßen, und mit ihr der an Zöliakie Leidende. Hier hilft leider nur, sich im Speiseplan auf streng glutenfreie Nahrungsmittel zu beschränken. Zum Glück sind auch hier die Hersteller von Diätlebensmitteln schon erfreulich breit aufgestellt.

Fruktoseintoleranz

Mit dem Fruchtzucker ist es so eine Sache. Lange Zeit galt er als die süße Alternative zum normalen Haushaltszucker im Rahmen der besonderen Ernährung bei Diabetes mellitus. Inzwischen hat sich aber herausgestellt, dass Fruktose sogar für ansonsten gesunde Stoffwechsel eine stark gesundheitsgefährdende Belastung darstellen kann. Darum ist Fruchtzucker im Übermaß für jeden Verdauungstrakt schädlich. Und beim Vorliegen einer Fruktoseunverträglichkeit stellt sich die Lage natürlich noch bedrohlicher dar. Aus diesem Grund sind dann Nahrungsmittel, die Fruktose als Zuckeraustauschstoff enthalten, oder stark fruktosehaltige Obstsorten für den Verzehr absolut nicht geeignet.

Histaminose

Fehlt dem Körper das Enzym Diaminoxidase (DAO), dann kann das mit der Nahrung zugeführte Histamin nicht abgebaut werden. Die Folgen dieser Abbaustörung reichen von unerträglichem Juckreiz über Kopf-, Hals- und Magenschmerzen bis hin zu Herzrasen und Ödemen. Keine erfreulichen Aussichten also. Hier heißt es: Alles, was Histamin mitbringt, darf man nicht in den Mund nehmen. Auch wenn das bedeutet, solche Köstlichkeiten wie Rotwein, Hartkäse oder Spezialitäten aus der Räucherkammer weiträumig meiden zu müssen.

Mehr zum Thema und ausführlichere Informationen finden Sie auch im Online Portal für Nahrungsmittelintoleranz.

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