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Verdauungsprobleme:

Flohsamen, Leinsamen & Co. unterstützen die Verdauung auf natürliche Weise

Verdauungsprobleme - die Folge: DarmverstopfungHartleibigkeit und Verstopfung zählen zu jenen quälenden Übeln, die fast jeder Mensch kennt, über die aber niemand gerne redet. Schließlich finden sich Kot-Konsistenz und Stuhlgang nicht gerade unter den Top Ten der uneingeschränkt salonfähigen Konversationsthemen. Umso wichtiger ist es in diesem Spannungsfeld aus mangelnder sozialer Akzeptanz und akutem leiblichen Unwohlsein, im Falle des Müssen Wollens aber nicht Können Könnens zu wissen, mit welchen probaten und gesunden Tricks man den Darm wieder flott bekommt. Und wenn man dann damit und ganz nebenbei sogar noch ein Pfündchen locker loswerden kann, umso besser, nicht wahr?

Flohsamen regelt den Stuhlgang und das Gewicht

Mit dem Flohsamen schenkt uns die Natur eine ganz erstaunliche Kombination, mit der sich Magen und Darm gleichermaßen wohltuend hinters Licht führen lassen. Denn der medizinisch verwendbare Flohsamen (Plantago psyllium), den man auch unter den Bezeichnungen Flohkraut, Heusamen, Indischer Wegerich oder Sandwegerich kennt, hat die Eigenschaft, erstaunlich große Mengen von Wasser an sich binden und in eine geschmeidige gelartige Substanz verwandeln zu können. Führt man sich also Flohsamen zusammen mit ein paar großen Gläsern Wasser oder Tee zu, so quillt der kalorienfreie Pflanzenstoff zunächst im Magen auf und signalisiert somit ein behagliches Sättigungsgefühl. Dadurch kann die nachfolgende Aufnahme tatsächlich nährstoffhaltiger Speisen spürbar und problemlos reduziert werden, was besonders bei Reduktionsdiäten natürlich sehr erwünscht ist. Wird der feuchte Flohsamenbrei anschließend vom Magen in den Darm weiterbefördert, sorgt er dort für eine wohltuende „Schmierung“, die sich außerordentlich befreiend auf die Darmpassage auswirkt. Der Stuhl wird weich und geschmeidig und verlässt ohne weitere unnötige Verzögerungen den Körper auf diskrete und dezente Art. Diesen angenehmen Entschlackungseffekt wissen auch Personen sehr zu schätzen, die sich akut mit Hämorrhoiden quälen, oder die nach chirurgischen Eingriffen im Analbereich verständlicher Weise keine Lust auf die harte Tour am stillen Örtchen verspüren.

Mit Leinsamen ganz locker „auf 17 gehen“

Leinsamen in seiner ungeschroteten Urform, also als Samenkorn gänzlich unverletzt, hat ebenfalls die Fähigkeit, unter Zugabe von Flüssigkeit seine Samenhaut in eine günstig glitschige Oberfläche zu verwandeln. So verwandelt sich ein Esslöffel Leinsamen (Semen Lini) in Kombination mit einem großen Glas kalorienfreien Kaltgetränks im Magen in eine verdauungsförderlich rutschige Angelegenheit. Zwar quillt der Leinsamen dabei nicht so stark auf wie der Flohsamen, aber seine Wirkung auf die Verdauung ist darum nicht weniger überzeugend. Und den Darm freut es auch, wenn er den Dingen einfach mal ganz reibungsfrei ihren Gang lassen kann.

Milchzucker für die Darmbakterienparty

Die Darmbakterien, ohne die im menschlichen Verdauungstrakt tote Hose herrschen würde, haben eine designierte Leibspeise: Milchzucker. Versorgt man sie damit in Hülle und Fülle, dann machen sie sofort Party. Als Ergebnis dieses Gelages im Mikrobenbereich kann der Mensch eine flotte und zügige Verdauungstätigkeit erwarten. Darum gehört die gezielte Einnahme von Milchzucker (Laktose) zu den gängigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen gegen Darmträgheit. Dabei kann man den Milchzucker entweder in seiner reinen Pulverform konsumieren, oder stark milchzuckerhaltige Getränke (zum Beispiel Süßmolke oder Kurmolke) genießen. Selbstverständlich nur dann, wenn man nicht zu der großen Gruppe der Personen mit Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) gehört.

Sauer macht auch den Darm lustig

Wem die Sämereien nicht zusagen, der darf es gerne mal mit purem Sauerkrautsaft versuchen. Oder, wenn gerade Saison ist, sich reichlich Federweißen (junger Wein aus Trauben) oder Rauscher (junger Wein aus Äpfeln) schmecken lassen. Aber bitte in Reichweite einer freien Toilette – sonst könnte es für den ungeübten Darm sehr schnell sehr knapp werden. Das weiß jeder, der schon einmal in einem traditionellen Frankfurter Apfelweinlokal zu seinem „Rippchen mit Kraut“ ein paar ordentliche Schoppen angehenden „Ebbelwoi“ gestemmt hat, und sich dann von jetzt auf gleich vor die drängende Aufgabe gestellt sah, die 100 Meter in acht Sekunden laufen zu müssen.

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