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Bursitis:

Schleimbeutelentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung

Unter einer Schleimbeutelentzündung, auch Bursitis genannt, versteht man die Entzündung eines Schleimbeutels. Die unter normalen Umständen einfach behandelt werden kann.

Schmerzhafte Schleimbeutelentzündung im Knie.

Eine Schleimbeutelentzündung verursacht sehr starke Schmerzen. Bild: © fotolia.de

Schleimbeutel sind so genannte Verschiebeschichten, die sich in unmittelbarer Nähe eines Gelenkes befinden. Sie haben die Aufgabe, Muskeln, Sehnen und Haut zu schützen, indem sie ein reibungsfreies Übereinandergleiten der verschiedenen Gewebearten ermöglichen.

Schleimbeutel befinden sich z. B. an Ellenbogen, Knie, Schulter und Hüfte. Diese Schleimbeutel können sich bei Überbeanspruchung entzünden und Schmerzen verursachen. Es treten chronische und akute Schleimbeutelentzündungen auf.

Ursachen für eine Schleimbeutelentzündung

Die Hauptursache für die Schleimbeutelentzündung ist eine Überlastung des Schleimbeutels, die in den meisten Fällen durch erhöhten Druck ausgelöst wird. Das kann etwa beim Sport passieren, bei körperlicher Arbeit oder aber auch durch äußere Gewalteinwirkungen wie Unfälle oder Schläge. In manchen Fällen sind auch bakterielle Infektionen, Stoffwechselerkrankungen oder Gelenkerkrankungen die Ursache einer Schleimbeutelentzündung.

Heiß, geschwollen, schmerzhaft: Symptome einer Schleimbeutelentzündung

Liegt eine Schleimbeutelentzündung vor, dann ist das Gewebe im Bereich des Schleimbeutels  geschwollen, gerötet, und wärmer als die benachbarte Region. Bewegung und Druck auf die betroffene Stelle verursachen deutliche Schmerzen.

Tiefer liegende Schleimbeutelentzündungen haben oft keine sichtbaren Symptome, da der Schleimbeutel zu tief unter der Körperoberfläche liegt. So sind z. B. bei einer Schleimbeutelentzündung des Hüftgelenks von außen meist keine sichtbaren Symptome zu erkennen.

Das Gleiche gilt auch für die chronische Schleimbeutelentzündung. Hier gibt es außer einer Schwellung meistens keine akuten Entzündungsanzeichen.

Die Anamnese oder Befragung des Patienten nach der Art der Beschwerden, nach körperlichen Aktivitäten, die möglicher Weise eine Ursache sein können und nach Vorerkrankungen ist für den Arzt oder die Ärztin der erste Schritt bei der Diagnosestellung.

Danach wird die betroffene Stelle auf Beweglichkeit und Schwellung untersucht und geprüft, ob sich der Schmerz bei Druck verändert. Um ganz sicher zu gehen, dass es sich um eine Schleimbeutelentzündung handelt, können zusätzlich Ultraschall und andere bildgebende Verfahren eingesetzt werden.

Wie wird eine Schleimbeutelentzündung behandelt?

Eine akute Schleimbeutelentzündung lässt sich mit der richtigen Therapieform sehr gut behandeln. Die Schonung und Ruhigstellung der betroffenen Stelle ist wichtig. Denn werden das entsprechende Gelenk und damit der Schleimbeutel weiterhin überbelastet, kann es passieren, dass sich die akute Entzündung in eine chronische Schleimbeutelentzündung verwandelt.

Es wird empfohlen, die betroffene Stelle zusätzlich zu kühlen, um die Entzündung schneller abklingen zu lassen. In manchen Fällen wird auch ein entzündungshemmendes Mittel verschrieben.

Eine chronische Schleimbeutelentzündung ist weit schwieriger in den Griff zu bekommen als eine akute Entzündung. Hier sollte, falls vorhanden, die Grunderkrankung behandelt werden. In schweren Fällen gibt es jedoch manchmal keine andere Möglichkeit, als den betroffenen Schleimbeutel operativ zu entfernen.

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  • Ich hatte mal 6 Wochen lang eine Schleimbeutelentzündung im Knie. Auslöser war ein Fahrradsturz auf das Knie und mit anschließendem Sport. Ich bin damit zum Arzt gegangen und der hat mir, wie oben beschrieben, vor allem Ruhe für das Knie verordnet. Leider habe ich das etwas übertrieben und habe das Knie die ganzen 6 Wochen nicht gebeugt. Der Oberschenkelmuskel hat dann nach den 6 Wochen mehr geschmerzt als die Schleimbeutelentzündung selbst. Das mit der „Ruhigstellung“ sollte man also nicht übertreiben 😉