Startseite / Gesundheit / Sperma-Allergie beim Mann: Post Orgasmic Illness Syndrome (P.O.I.S.)

Sperma-Allergie beim Mann: Post Orgasmic Illness Syndrome (P.O.I.S.)

Diagnose - Post Orgasmic Illness SyndromeManche Frauen reagieren mit starken und unangenehmen allergischen Symptomen auf Sperma. Diese medizinische Tatsache ist hinlänglich bekannt. Deutlich weniger geläufig, sogar unter Urologen und Andrologen, ist das klinische Bild der Sperma-Allergie beim Mann. Für die hierunter zu beschreibende Symptomkombination wurde in der internationalen Nomenklatur der Begriff „Post Orgasmic Illness Syndrome“ (POIS) geprägt; ein Krankheitsbild, von dem wirklich jeder Mann Kenntnis haben sollte.

Wie macht sich das Post Orgasmic Illness Syndrome bemerkbar?

Sobald das Sperma den Körper des von der Krankheit betroffenen Mannes auf natürlichem Wege verlassen hat, ist es in der Lage, seine allergene Wirkung zu entfalten. Das ist daran zu erkennen, dass der Sperma-Allergiker alle bekannten Symptome einer Grippe oder eines Heuschnupfenschubes produziert. Das sind beispielsweise entzündlich gerötete und juckende Augen, fließender Nasenschleim sowie allgemeine Empfindungen der Erschöpftheit und Schwäche. Dabei kann das quälende Zustandsbild bis zu sieben Tagen bestehen bleiben, was nicht wenige Betroffene zusätzlich in depressive Verstimmungen treibt.

Kann man die Sperma-Allergie des Mannes medizinisch behandeln?

Wie jede Allergie spricht auch das Post Orgasmic Illness Syndrome recht gut auf das Verfahren der Hyposensibilisierung an. Dazu werden die Patienten dem Allergen über mehrere Jahre hinweg regelmäßig und kontrolliert ausgesetzt, sodass die überreaktive Immunabwehr die Gelegenheit bekommt, sich zu normalisieren. Der zeitliche Aufwand dieser Behandlung lohnt sich allemal, da die Symptome dadurch deutlich spürbar abnehmen.

Ist diese Allergie eine „Kopfsache“?

Sperma-Allergie beim MannDen Allergien im Allgemeinen sagt man nach, dass sie zur einen Hälfte organischen und zur anderen Hälfte seelischen Ursprungs sind. Im Falle des Post Orgasmic Illness Syndrome hieße dies, dass die betroffenen Männer in gewissem Sinne eine Eigenverantwortlichkeit zu ihrem Krankheitsbild beisteuern. Zum Glück kann hier aber ganz deutlich und ausdrücklich Entwarnung gegeben werden. Es haben sich aus Sicht der Forschung keinerlei Hinweise darauf ergeben, dass eine bestimmte psychische Ausgangslage diese Krankheit begünstigen oder aufrechterhalten würde. Und so kann man die Betroffenen nur dringend dazu ermutigen, keine falsche Scham an den Tag zu legen, und die Sperma-Allergie ganz gezielt behandeln zu lassen.

Sollte der konsultierte Arzt vom Post Orgasmic Illness Syndrome allerdings noch nie etwas gehört haben, so ist dies ein untrügliches Anzeichen dafür, dass man sich in einer rückständigen Praxis mit schlechtem Ausbildungshintergrund befindet. In diesem Fall sollte der mündige Patient dringend einen anderen Arzt konsultieren.

© Pixel Trader Ltd. 2013 Alle Rechte vorbehalten

Über Redaktion

Beiträge und Artikel die mit der Bezeichnung "Redaktion" gekennzeichnet sind, werden in aller Regel durch die Mitglieder der Redaktion veröffentlicht. Das sind unter anderem: Mikela Steinberger, Michael Wolfskeil, Stephan Lenz, Angelika Lensen, Frank M. Wagner und Manuela Käselau. Auch Artikel von Autoren deren Name nicht genannt werden soll, werden unter diesem Label publiziert. Darunter sind einige erfolgreiche Buchautoren.
  • Die Betroffenen brauchen wirklich keine falsche Scheu an den Tag legen. Medizinern ist es in der Tat gelungen, die Symptome bei verschiedenen Männern um 90% zu verringern durch eine 2-3jährige Hyposensibilisierung durch Spritzen mit Teilen des eigenen Ejakulats in steigenden Dosen in den Oberarm. Es gibt also einen Ausweg und für die meisten lohnt sich der Gang zum Arzt sicher sehr.

    VG

    Peter