Startseite / Gesundheit / Körperfett beeinflusst Prostatakrebsrisiko

Studie zeigt:

Körperfett beeinflusst Prostatakrebsrisiko

Die häufigste Krebserkrankung unter Männern ist der Prostatakrebs. Nach dem Lungenkrebs und dem Dickdarmkrebs steht er auch an dritter Stelle der krebsbedingten Todesursachen.

Alkoholkonsum - Bauchfett erhöht das ProstakrebsrisikoEine frühzeitige Diagnose bringt gute Heilungschancen mit sich, deshalb ist das Wissen um Risikofaktoren, Prävention und Vorsorge das A und O im Kampf gegen den Prostatakrebs.

Im Rahmen der großangelegten, langjährigen EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) mit über 150 000 männlichen Teilnehmern wurden auch Erkenntnisse über Faktoren gewonnen, die das Prostatakrebsrisiko fördern. Das Verhältnis von Taillen- und Hüftumfang spielt laut Ergebnis der Forschungen eine große Rolle. Oder vereinfacht ausgedrückt: Viel Bauchfett ist eine große Gefahr!

Bauchfett ist nicht nur lästig, sondern ungesund

Teilt man den Taillenumfang durch den Hüftumfang, so erhält man einen Quotienten. Die Größe dieses Quotienten der Krebspatienten wurde mit dem von nicht erkrankten Männern verglichen und dabei stellte sich heraus: Liegt bei Männern der Quotient über 0,99, ist das Krebsrisiko für sie um 43% höher als für Männer mit einem Quotienten unter 0,89.

Body Mass Index



BMI Tabelle

Ein hoher Quotient weist darauf hin, dass viel Fett im Bauchraum eingelagert wurde, das so genannte viszerale Fett. Die genauen Zusammenhänge zwischen Bauchfett und Krebserkrankung sind noch nicht bekannt, aber man weiß, dass Bauchfett nicht nur als inaktiver Speicher dient. Es ist auch für die Produktion zahlreicher Botenstoffe verantwortlich, die chronische Erkrankungen vorantreiben.

Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes werden davon erhöht. Vermutet wird auch, dass über das Bauchfett der Hormonhaushalt beeinflusst wird. Dieser Zusammenhang liegt nahe, da die Androgene (die männlichen Geschlechtsorgane) maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Prostata haben.

Risikofaktoren, die sich beeinflussen lassen

Wenn die EPIC-Studie nun an anderer Stelle außerdem feststellt, dass der jahrelanger Konsum von mehr als zwei Gläsern Alkohol am Tag den Taillenumfang im Durchschnitt deutlich erhöht, so spricht das für die Erhöhung des Prostatakrebsrisikos durch regelmäßigen Alkoholkonsum. (Bei den Veröffentlichungen wird übrigens ausdrücklich auf ein ausgeprägtes Ergebnis beim Bierkonsum hingewiesen).

Die Körperfettverteilung lässt sich also nicht nur durch ein bewusstes Essverhalten und sportliche Betätigung, sondern auch durch eine Mäßigung beim Alkoholkonsum steuern. Die Faktoren wie Alter und erbliche Vorbelastung, die nachgewiesenermaßen das Risiko für Prostatakrebs deutlich erhöhen, kann Mann nicht beeinflussen. Die Gefahr durch eine falsche Körperfettverteilung aber sehr wohl!

Body Mass Index – Klassifikation

KlassifikationMännlichWeiblich
Untergewichtniedriger als 20niedriger als 19
Normalgewicht20-2519-24
Übergewicht25-3024-30
Adipositas30-4030-40
massive Adipositasmehr als 40mehr als 40

Quelle: BMI-Klassifikation (nach DGE, Ernährungsbericht 1992)

Weiterführender Link zum Thema:

Große europäische Langzeitstudie liefert neue Daten zu Alkoholkonsum und Krebs
http://www.dife.de/de/index.php?request=/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen.php

© Pixel Trader Ltd. 2013 Alle Rechte vorbehalten

Über Redaktion

Beiträge und Artikel die mit der Bezeichnung "Redaktion" gekennzeichnet sind, werden in aller Regel durch die Mitglieder der Redaktion veröffentlicht. Das sind unter anderem: Mikela Steinberger, Michael Wolfskeil, Stephan Lenz, Angelika Lensen, Frank M. Wagner und Manuela Käselau. Auch Artikel von Autoren deren Name nicht genannt werden soll, werden unter diesem Label publiziert. Darunter sind einige erfolgreiche Buchautoren.
  • auf der kampagnenwebseite der bzga gibt es eine ganz gut gemachte „landkarte“ körperlicher schädigungen die das thema außerdem veranschaulicht. sowieso ein wichtiges thema ohne es verteufeln zu können. aber immer wieder mal bischen darüber nachdenken, reflektieren, informieren schadet hier GANZ SICHER NICHT! insofern toller artikel!

    • anonym

      Ja, aber leider ist es wie beim Rauchen: Jeder kennt die Risiken, aber macht trotzdem munter weiter mit der eigenen Körperverletzung. Nach dem Motto: Sind ja alles nur Statistiken, da falle ich garantiert unter die, die Glück haben! Aber stimmt, man muss immer wieder stupfen und informieren, vielleicht tut sich beim einen oder anderen doch mal was.