Startseite / Gesundheit / Transsexualität: Geboren mit dem falschen Geschlecht

Geschlechtszugehörigkeit

Transsexualität: Geboren mit dem falschen Geschlecht

Transsexualität ist eine anerkannte KrankheitDie meisten Menschen haben niemals einen gezielten Gedanken an ihre Geschlechtsidentität verschwendet. Wozu auch? Man kommt eben als Junge oder als Mädchen zur Welt, so wie es die Natur ganz offensichtlich gewollt hat. Und dann macht man halt das Beste daraus. Doch für Transsexuelle ist das nicht ganz so einfach, und schon gar nicht unkompliziert. Denn transsexuelle Menschen erkennen schon sehr früh in ihrer persönlichen Entwicklung, dass sie im absolut falschen Körper geboren worden sind. Und den blanken Horror, den so eine Erkenntnis auszulösen vermag, kann sich ein Mensch, der von Geburt an keine Probleme mit seiner gegebenen Geschlechtszugehörigkeit hatte, überhaupt nicht vorstellen. Doch was können Frauen machen, die fälschlicherweise mit einem Penis das Licht der Welt erblickt haben? Und wie sollen sich Männer behelfen, denen statt dem ersehnten Gemächte beschämende Brüste wachsen?

Transsexualität ist eine von der WHO anerkannte Krankheit

In der „International Classification of Deseases“ (ICD), auch als „Internationale Klassifizierung von Krankheiten“ geläufig, bestimmt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Zustand der Transsexualität (oder auch Transsexualismus) als eine veritable Form einer Störung der Geschlechtsidentität. Will heißen: Wenn ein Mensch ab Geburt einem äußerlich offensichtlich bestimmbaren Geschlecht angehört, aber diese sichtbare Geschlechtszugehörigkeit nicht mit der persönlich empfundenen Geschlechtszugehörigkeit übereinstimmt, dann liegt der krankheitswertige Zustand der Transsexualität vor. Keine Frage, dass Transsexuelle alles in ihrer Macht stehende tun würden, um eine befriedigende Geschlechtsangleichung vornehmen zu lassen. Mit wirklich sämtlichen Konsequenzen.

Wie kommen Transsexuelle zu dem Geschlecht, das ihnen zusteht?

Die moderne Chirurgie kann in diesem Zusammenhang wahre Wunder wirken. Denn Zauberer mit dem Skalpell haben keine grundlegenden Probleme damit, aus einem äußerlichen Mann eine echte Frau zu machen, oder umgelehrt. Natürlich sind die dazu erforderlichen medizinischen Eingriffe sehr kompliziert, und verlangen nach psychologischem Einfühlungsvermögen und ärztlicher Fachkunde. Doch wenn alles gut läuft, können sich Transsexuelle im Aufwachraum endlich im richtigen Körper wieder finden. Das schließt selbstverständlich auch eine geschlechtsgerechte sexuelle Empfindungsfähigkeit mit ein, wenn die OP-Wunden erst mal gut und ohne Komplikationen verheilt sind.

Ja dann …

Einen Moment noch – bitte nicht so hastig! Schließlich ist eine Geschlechtsangleichung ein ausgesprochen schwerwiegender Eingriff ins Leben, den weder die Ärzte noch die Juristen mal eben so en passant durchgehen lassen können. Und weil hier keine neckischen Psycho-Spielchen und keine kranken Trends gefördert werden dürfen, muss der echte und ehrliche Wunsch eines wahrhaft Transsexuellen nach einer gesunden Geschlechtsangleichung von hirnlosem Killefit sehr gewissenhaft getrennt werden. Deshalb gibt es sehr strenge gesetzliche Auflagen, denen belegbar Genüge getan werden muss, bevor der OP-Raum zur Erfüllung persönlicher Verwirklichung werden darf.

Wer das unverbrüchliche Empfinden hat, im falschen Körper geboren zu sein, hat auch das Anrecht darauf, Hilfe zu bekommen.

© Pixel Trader Ltd. 2013 Alle Rechte vorbehalten

Über Redaktion

Beiträge und Artikel die mit der Bezeichnung "Redaktion" gekennzeichnet sind, werden in aller Regel durch die Mitglieder der Redaktion veröffentlicht. Das sind unter anderem: Mikela Steinberger, Michael Wolfskeil, Stephan Lenz, Angelika Lensen, Frank M. Wagner und Manuela Käselau. Auch Artikel von Autoren deren Name nicht genannt werden soll, werden unter diesem Label publiziert. Darunter sind einige erfolgreiche Buchautoren.

2 kommentare

  1. Großartiger Artikel… Besonders: „Wie kommen Transsexuelle zu dem Geschlecht, das ihnen zusteht?“ gefällt mir besonders. Denn es STEHT ihnen zu.
    Dickes Lob an den Schreiberling.

  2. Ein sehr guter und informativer Artikel, ich hoffe, bei euch gibts noch mehr zu diesem Thema.