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Virus:

Viren sind raffinierte Krankheitserreger

Viren sind winzig kleine Krankheitserreger. Im Gegensatz zu allen anderen Organismen bestehen sie nur aus einer Eiweißhülle und einem Kern mit Erbsubstanz.

Viren möchten sich im Körper vermehren.

Antikörper bekämpfen im Körper des Menschen die Viren (Krankheitserreger). Bild: © fotolia.de

Damit die Viren sich fortpflanzen können, brauchen sie eine Zelle eines anderen Organismus, denn selbst können sie sich nicht vermehren.

Was ist ein Virus?

Wenn sie eine fremde Körperzelle erobert haben, werfen sie ihre Eiweißhülle ab und geben ihre Erbsubstanz in der „eroberten“ Zelle frei. Die Zelle ist dann gezwungen, die Viren in großen Mengen herzustellen, um sie dann zu verteilen. Die „eroberte“ Zelle kann sterben oder auch nicht. Überlebt sie, sichert sie damit oft für lange Zeit auch das Überleben des Virus. Das ist zum Beispiel auch der Grund, warum Herpesviren viele Jahre lang in Nervenzellen verbleiben und immer wieder zu Beschwerden führen.

Gibt es einen Schutz gegen Viren?

Ist ein krankmachender Virus in den Körper eingedrungen, bildet das menschliche Immunsystem Antikörper. Dadurch kann eine natürliche Immunität gegen diese speziellen Viren und die durch sie ausgelöste Krankheit entstehen. Es gibt aber auch Viren, die ihre Form und ihre Eigenschaften so schnell verändern, dass die gebildeten Antikörper bei zukünftigen Infektionen keinen Schutz mehr bieten.

Viren können viele verschiedene Krankheiten auslösen, angefangen von harmlosen Erkältungen über Kinderkrankheiten (z.B. Scharlach, Keuchhusten, Windpocken, Kinderlähmung etc.) bis hin zu lebensbedrohlichen Infektionen wie AIDS. Es gibt bestimmte Viren, welche die Fähigkeit besitzen, die Entwicklung einer bösartigen Geschwulst zu fördern oder gar auszulösen.

Anders als bei einer Viruserkrankung, werden bakterielle Infektionen mit einem wirksamen Antibiotikum bekämpft. Mittlerweile wurden zur Bekämpfung von Virusinfektionen so genannte Virostatika entwickelt, die bei einigen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt werden. Virostatika können zwar Viren nicht abtöten, aber ihr Wachstum hemmen, ohne dass der Körper dabei zu Schaden kommt. Dennoch ist der beste Schutz gegen Viruserkrankungen eine Impfung.

Behandlung bei einer Virusinfektion

Um festzustellen, ob man eine Vireninfektionskrankheit hat, muss der Arzt eine genaue Diagnose der Beschwerden und des Krankheitsverlaufs durchführen. Zusammen mit den Ergebnissen der körperlichen Untersuchung, liefert ihm das bereits wichtige Erkenntnisse über mögliche Ansteckungsquellen, Übertragungswege, den Zeitpunkt und den Schweregrad der Erkrankung.

Bei der ärztlichen Untersuchung werden vor allem der Zustand von Haut und Schleimhäuten (Mund und Rachen), Herz- und Lungenfunktion, Lymphknoten, Leber und Milz untersucht. Außerdem wird das Fieber gemessen und eine Blutuntersuchung gemacht. Hier wird die Zahl der weißen Blutkörperchen, aber auch die Senkungsgeschwindigkeit der Blutkörperchen ermittelt.

Das Ergebnis dieser Untersuchung zeigt an, ob im Körper eine Entzündung vorliegt, welche auf eine Infektion hindeuten kann. Dann werden Proben (Abstriche von Haut- und Schleimhäuten, Blut, Urin, Stuhl) gemacht und an ein mikrobiologisches Labor geschickt. Im Labor wird mit Hilfe verschiedener Medikamente geprüft, welcher Virus auf welches Medikament reagiert. Je nachdem bekommt der Patient dann das wirksamste Medikament verschrieben. Bis es zu einem Laborergebnis kommt, dauert es im Durchschnitt zwei Tage, in Einzelfällen bis zu sechs Wochen.

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2 kommentare

  1. Eigentlich suche ich ja eine Antwort auf die Frag: Wie lange gibt es schon Viren, aber auch diese Seite ist informativ

  2. Rodekirchen, Kurt

    Scharlach und Keuchhusten werden nicht durch Viren verursacht, sondern durch Bakterien. Insofern besteht hier sehr wohl die Möglichkeit und Wirksamkeit des Einsatzes von Antibiotika. (Abgesehen von der Impfprävention bei Scharlch.)

    Mit freundlichen Grüßen

    Kurt Rodekirchen, Bochum