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Verstrahlung:

Was macht radioaktive Strahlung für den Körper so gefährlich?

Verstrahlung: Radioaktivität ist nicht sichtbarRadioaktive Strahlung ist der beste Beweis dafür, das uns tödliche Gefahren absolut unsichtbar drohen können. Wir alle haben noch die schrecklichen Bilder vor Augen, die von den bedauernswerten Opfern von Atombombenangriffen um die Welt gingen. Doch was ist an Radioaktivität eigentlich so schädlich? Und warum sind die Folgen erhöhter Strahlungswerte für die Gesundheit und das Leben so verheerend?

Das Erbgut: Bauplan und Reparaturanleitung

In den menschlichen Chromosomen ist in Form der DNS (Desoxyribo-Nuklein-Säure) sehr präzise und absolut eindeutig niedergeschrieben, wie vom allerkleinsten Molekül bis hin zu der gesamten körperlichen Erscheinung der Organismus auszusehen und zu funktionieren hat. Man könnte das Genom also als riesige Bauanleitung oder Blaupause für den Menschen bezeichnen. Dabei ist selbstverständlich auch berücksichtigt, dass der Mensch im Laufe seines Lebens sowohl ganz natürliche Reparatur- und Erneuerungsprozesse durchlaufen muss, als auch mit Krankheiten und Verletzungen gut und erfolgreich fertig werden sollte.

Und so ist der ausgesprochen komplizierte und fein verästelte Bauplan des Menschen gleichzeitig auch eine allumfassende „Reparaturanleitung“, die pausenlos benötigt und abgefragt wird, so lange man lebt. Der Mensch ist also in gewisser Weise stets und ständig in Reparatur, und pausenlos in interner Inspektion. Nicht auszudenken, wenn jetzt irgendein lebenswichtiger „Reparaturdienst“ mit einer grundfalschen Anleitung arbeiten würde. Doch genau das ist es, wofür die radioaktive Strahlung im nicht wahrnehmbaren Hintergrund sorgt.

Per Strahlungsschrotflinte zum Amoklauf in den Chromosomen

Ist menschliches Gewebe einem Übermaß an radioaktiver Strahlung ausgesetzt, dann steht das Erbgut buchstäblich unter Sperrfeuer. Dabei werden wahllos, aber an sehr vielen Orten gleichzeitig, die Gene selbst getroffen und dadurch unmittelbar irreparabel verändert. Die katastrophale Folge: Lebensnotwendige innere Reparaturen werden gar nicht mehr oder völlig falsch ausgeführt, und normale biologische Funktionen kommen zum Erliegen. Da die Haut den ersten physikalischen Kontakt mit der Strahlung hat, sieht man auch hier zuerst die verheerenden Folgen. Als nächstes kommt dann in aller Regel der Haarausfall; Vorbote aller weiteren Organausfälle, die noch kommen und schließlich zum Tod führen werden, wenn die Strahlenbelastung groß genug war.

Strahlungsverbrennungen durch Mikrowellen

Mundschutz gegen RadioaktivitätWas den Mikrowellenherd in vielen Küchen zum beliebten „Schnellbräter“ macht, wirkt sich im Fall einer Strahlenkatastrophe absolut vernichtend auf die Haut aus. Denn auch hier können Mikrowellen entstehen, die die ungeschützte Haut buchstäblich grillen. So kann es zu schlimmen Brandwunden jeden Schweregrades kommen, wenn man entsprechend viel Strahlung abbekommen hat.

Radioaktive Grundstrahlung ist im terrestrischen Alltag ein ganz natürliches Phänomen, mit dem der menschliche Körper ohne Probleme fertig wird. Wenn es jedoch zu schweren nuklearen Katastrophen kommt, dann hat der exponierte Organismus meist keine Überlebenschance mehr. Daran sollte man denken, bevor man sich einer Technologie auf Kernspaltungs- oder Kernfusionsbasis bedient.

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