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Collagentechnik:

Collagen malen – Kreativität mit Pinsel und Farben

Pinsel und Farben zum Malen von CollagenKünstlerische Betätigung als kreatives Hobby kommt immer stärker in Mode. So erklärt es sich, dass gebrauchsfertige Leinwände in vielen Formaten nebst gut zu verarbeitenden Acrylfarben heute schon fast überall für kleines Geld zu bekommen sind. Dabei ist es besonders erfreulich, dass man nicht mit zeichnerischem Talent gesegnet sein muss, um hier beeindruckend ästhetische und individuelle Kunst zu schaffen. Denn mit der Collagentechnik können auch Anfänger jedes Wunschmotiv auf ihrer Leinwand ins rechte Licht rücken.

Was bedeutet Collagentechnik?

Im Gegensatz zu einem Bild, das nur aus farblichen Kompositionen oder zeichnerischen Elementen entsteht, wird bei der Collagentechnik mindestens ein „Fremdkörper“ mit integriert. Dabei kann es sich um ein Foto, eine Illustration oder sogar eine hübsche Serviette handeln, aber auch um die Muscheln vom letzten Badeurlaub, um Fasanenfedern oder um chinesische Glücksmünzen. Das Prinzip der Collagentechnik besteht also darin, aus bereits vorgegebenen Zutaten und der eigenen Farbenfreude ein Gesamtkunstwerk zu erschaffen. Dementsprechend benötigt man für eine Collage:

  • eine fertig grundierte und auf Holz gespannte Leinwand im gewünschten Format,
  • Acrylfarben in den bevorzugten Facetten des Regenbogens,
  • einen Satz Pinsel mit unterschiedlichen Spitzen und Strichstärken,
  • einen Spachtel,
  • einen transparenten Alleskleber, der eine belastbare und zugleich elastische Verbindung herstellt und
  • Collagenmaterial nach Belieben und mit fröhlicher Phantasie.

Kinderbilder mal anders

Dieses Beispiel für eine besonders familienbezogene Collagenausführung eignet sich auch phantastisch als Geschenkidee für begeisterte Großeltern. Dazu braucht man eine etwas größere Leinwand, Schwarz-Weiß-Fotos von den Kindern sowie die Kinder selbst. Und man braucht eine großzügig bemessene Arbeitsfläche, die man nach getanem (Kunst)Werk auch wieder problemlos von den Spuren des fröhlichen Malens befreien kann. Wer hier ganz sicher gehen will, sollte die Atelierfläche zunächst sorgfältig mit Zeitungen oder mit Malerfolie abdecken, bevor es an die Farbtöpfe geht.

Schritt 1: Leinwand vorbereiten

Die Fotos werden in lustig leichtem Durcheinander kreuz und quer auf die Leinwand geklebt. Dabei sollte aber um die Fotos herum noch genug Leinwandfläche sichtbar bleiben. Und die Fotos müssen sehr sorgfältig bis exakt an deren Rand befestigt sein, weil sie sonst beim nächsten Arbeitsgang technische Probleme bereiten. Nun muss die Leinwand so lange ruhen, bis der Klebstoff seine Endfestigkeit erreicht hat.

Schritt 2: Jetzt wird es bunt

Collagen kann man selber malenJetzt kommt der Spachtel zum Einsatz. Mit dessen Hilfe wird die bebilderte Leinwand nun mit Acrylfarbe überzogen. Durch den Spachtel wird die farbige Paste so hauchdünn und dabei gleichmäßig aufgetragen, dass die Bilder noch kräftig durchscheinen können. Ob man es hier bei einer Uni-Variante belässt, oder ein fröhliches Mehrfarbspiel anstrebt, ist reine Geschmackssache. Wichtig ist dabei nur, dass die aufgeklebten Bilder nicht „übertüncht“ werden. Schließlich soll ja der witzige Durchblick erhalten bleiben. Nach dieser Acrylfarborgie muss das Bild erst mal wieder komplett durchtrocknen.

Schritt 3: Mit Hand und Fuß

Nun schlägt die Stunde der jungen Wilden. Denn jetzt wird das Kunstwerk mit authentischen Hand- oder Fußabdrücken in kontrastierenden Acrylfarben vollendet. Dabei sollte aber auch wieder darauf geachtet werden, dass die Bilder gut sichtbar bleiben. Oder jedenfalls so weit sichtbar, wie es beabsichtigt ist. Wenn die Collage nun buchstäblich Hand und Fuß hat, ist wieder einmal Trocknen angesagt. Und dann ist das bunte Bildnis endlich fertig. Da getrocknete Acrylfarbe wasserfest ist, entfällt die Notwendigkeit einer anschließenden Versiegelung.

Es gibt weit über 1001 Möglichkeiten, mit der Collagentechnik tolle Unikate zu schaffen. Hat man sich erst einmal mit dem Gedanken vertraut gemacht, dass man Leinwände nicht nur bemalen, sondern auch mit allen möglichen Dingen bekleben kann, dann mutiert auf einmal jede schicke Kleinigkeit zum potenziellen Kunstgegenstand. Sogar profane Lebensmittel können dann in den künstlerischen Fokus rücken. Wie wäre es zum Beispiel für die Küche mit kunterbunt lackierten gedrehten Nudeln, die in witzigem Durcheinander einen lustigen Haufen auf der Leinwand bilden? Dieser Anblick sorgt bei kunstbeflissenen Gästen ganz sicher für vergnüglichen Gesprächsstoff.

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