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Frauenportraits:

Johanna Wagner und ihre petites filles

Es muss nicht immer Pablo Picasso sein: Die Künstlerin Johanna Wagner weiß Kunstliebhaber mit ihren außergewöhnlichen Frauenportraits zu verzücken.

Johanna Wagner's Bild in einer Galerieausstellung.

petites filles: Johanna Wagner hat schon unzählige Frauenportraits gemalt und verkauft. Bild: © Johanna Wagner

In bunten Farben blicken Johanna Wagners junge Frauen mit großen Augen von der Künstlerleinwand und ziehen den Betrachter von Beginn an in ihren Bann. Die Katzenaugen, Schmollmund sowie ein surrealer Touch haben sich dabei schnell als Markenzeichen der Künstlerin manifestiert und sorgen für einen Wiedererkennungswert auf den ersten Blick. Doch wer verbirgt sich hinter der jungen Künstlerin eigentlich?

Mit Wurzeln im Pott

Johanna Wagner wurde mitten im Ruhrgebiet geboren und entwickelte nach eigener Aussage schon früh eine gewisse Abneigung gegen Kälte. Sie erinnert sich noch, dass in ihrem Elternhaus mit Kohleöfen geheizt wurde und wenn die Kohle mal knapp war, konnte man nicht einfach die Heizung aufdrehen, sondern musste sich mit wärmender Kleidung und möglichst dicken Wolldecken gegen die Kälte schützen. Mittlerweile ist Johanna froh, dass es derartige Probleme dank moderner Technik nicht mehr gibt und fühlt sich auch besonders wohl im digitalen Zeitalter. Auf ihre Digitalkamera kann sie beispielsweise gar nicht mehr verzichten. Doch ihre Kunst hat nichts mit dem Fotografieren zu tun, sondern mit der Acrylmalerei. Neben einigen Ausflügen in andere Bildthemen, hat sich Johanna auf ihre liebenswerten Mädchenportraits spezialisiert, denen sie mit voller Leidenschaft Seele einhaucht.

Selbst ist die Frau

Jeder junge Künstler kennt das Problem, ständig auf der Suche nach einer Galerie zu sein, um seine Arbeiten auch einem breiteren Publikum vorzustellen. Dann folgt so langsam eine kleine Vernissage und auch mal eine größere Ausstellung. Johanna Wagner hat von Beginn an einen anderen, etwas unkonventionellen Weg bestritten. In Eigenregie bringt die Künstlerin ihre Gemälde nicht nur über Ausstelllungen an den Mann beziehungsweise an die Frau, sondern über das Internet, vornehmlich über ihren eigenen eBay Shop. Und das Konzept scheint aufzugehen. So hat Johanna bis heute über 12.000 Bilder gemalt und den Großteil in alle Ecken der Welt verkauft. Ihre Werke finden sich in privaten Sammlungen ebenso, wie in öffentlichen Ausstellungsräumen, beispielsweise in Bars oder ähnlichen Lokalitäten.

Bislang noch ein Geheimtipp

Noch sind die Werke von Johanna Wagner erschwinglich und könnten den Weg als Original auch in junge Kunstsammlungen finden. Wie lange das allerdings so bleiben wird, weiß natürlich niemand. Aufgrund der großen Nachfrage sind mittlerweile allerdings auch schon hochwertige Kunstdrucke einzelner Werke der Künstlerin erhältlich. Kein Wunder, denn die Portraits der „petites filles“ sind überaus charmant und so sympathisch wie die Künstlerin selbst.

Webseite der jungen Künstlerin:

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Über Stephan Lenz

Stephan Lenz studierte Philosophie, Soziologie und Anglistik an der Universität Mannheim. Es folgten schriftstellerische Fortbildungen und die freiberufliche Arbeit als Autor und Journalist. Neben unzähligen Artikeln in diversen Magazinen, veröffentlichte er Prosa im Charon Verlag, Hamburg, sowie im Wortkuss-Verlag, München. Er gehört seit vielen Jahren zum festen Stamm der Redaktion des Artikelmagazins.