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Gitarre für Anfänger – Kauf einer Gitarre, was muß ich beachten

Gitarre für Anfänger - Kauf einer Gitarre, was muß ich beachten Vor dem Kauf einer Gitarre muss man sich zunächst darüber klar werden, welche Art von Musik man auf dem Instrument erzeugen will. Schließlich gibt es diverse Gitarrenarten, die alle für unterschiedliche Musikstile auch unterschiedlich gut geeignet sind.

Ganz grob lassen sich die Instrumente in zwei Kategorien einteilen: zum einen Gitarren mit Nylonsaiten, auch als klassische oder spanische Gitarre bekannt. Zum anderen die Gitarren mit Stahlsaiten, die Westerngitarren. Diese Art gibt es mit unterschiedlichen Korpusformen.

Natürlich kann man theoretisch auf jeder dieser Gitarren jede Form von Musik machen, aber in der Praxis hört sich ein Blues auf einer Stahlsaitengitarre einfach typischer und besser an als auf einem Instrument mit Nylonsaiten. Umgekehrt sollte man für spanische Stücke eher zur klassischen Gitarre greifen. Dabei darf man auf keinen Fall Stahlsaiten auf eine spanische Gitarre aufziehen, da der stärkere Zug die Gitarre beschädigen würde. Westerngitarren haben meist einen verstellbaren Stahlstab im Hals und sind stabiler gebaut. Aber auch Nylonsaiten auf einer Westerngitarre funktionieren nicht – das  hört sich an wie gekochte Spaghetti.  Für beide Arten gilt: Massive Decken schwingen und klingen besser als solche aus Sperrholz.

Wer die Gitarre als Soloinstrument nutzen will, für Fingerpicking oder Fingerstyle, wobei gleichzeitig Melodie und Bassbegleitung bzw. Akkorde gespielt werden, sollte auf eine niedrige Saitenlage achten, das spart Kraft. Wenn hingegen die Gitarre hauptsächlich zur Gesangsbegleitung eingesetzt wird und die Saiten stark angeschlagen werden, muss die Saitenlage etwas höher sein, damit es an den Bünden nicht schnarrt.

Klassische Gitarre

Ob das Bamboleo der Gypsy Kings, Rodrigos Concerto de Aranjuez oder Chan Chan vom Buena Vista Social Club – die Gitarren, die hier gespielt werden, sind mit Nylonsaiten bespannt. Das Griffbrett ist am 12. Bund mit dem Korpus verbunden. Es ist breiter als bei Stahlsaitengitarren, da die Spannung der Nylonsaiten geringer ist und sie weiter ausschwingen. Nylonsaiten lassen sich leichter greifen als Stahlsaiten, die Fingerkuppen haben weniger zu leiden als bei Stahlsaiten und der Klang ist weicher.

Westerngitarre

Wenn man in Pop, Rock oder Blues heutzutage eine akustische Gitarre hört, ist sie meist mit Stahlsaiten bespannt. Die Westerngitarre gibt es als klassischen Dreadnaught-Form, als runde, größere Jumbo-Gitarre oder als kleinere Parlor. Manche haben einen Cutaway, einen Ausschnitt am Korpus, um die ganz hohen Bünde beim Solospiel besser erreichen zu können. In der Regel trifft das Griffbrett am 14. Bund auf den Korpus. Es ist etwas schmaler als bei der klassischen Gitarre, was bei kurzen Fingern hilfreich sein kann. Allerdings muss sich der Anfänger darauf einstellen, dass die Fingerkuppen nach einer halben Stunde Üben ziemlich schmerzen. Das gibt sich dann einigermaßen, sobald sich Hornhaut gebildet hat.

Ja, ganz recht. Gitarrespielen führt zu Hornhaut auf den Fingerkuppen. Bei Nylonsaiten weniger, bei Stahlsaiten mehr.

Am besten, man geht in ein gut sortiertes Musikgeschäft und lässt sich die unterschiedlichen Instrumente zeigen, testet Griffbrettbreite und Klang und entscheidet sich dann. Welche Möglichkeiten man dann hat, das Spielen zu erlernen, das ist Stoff für einen eigenen Artikel.

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  • anfänger gitarre

    „Es ist breiter als bei Stahlsaitengitarren, da die Spannung der Nylonsaiten geringer ist und sie weiter ausschwingen“ – exzellent! 😉