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Das Hippengebäck ist wieder hipp

Hippengebäcke entstammen einer alten Tradition. Seit einiger Zeit werden Hippen wieder vermehrt zum Dekorieren von Torten und Desserts eingesetzt.

Hübsch dekorierte Hippengebäck-Röllchen mit Gänseblümchen.

Hippengebäck kommt wieder in Mode, und findet sich immer häufiger auf dem Kaffeetisch wieder. Bild: © fotolia.de

Hippen sind Gebäcke, die aus einer dünnflüssigen Makronenmasse, der sogenannten Hippenmasse, hergestellt werden. Die Grundmasse besteht aus Voll- oder Eiklar, Zucker, Sahne oder Butter und Mehl und bedarf bereits seit dem 16. Jahrhundert einer regen Verwendung. Schon zur damaligen Zeit wurde die Masse mithilfe von Waffelrollen in Form gebracht. Heute nennt man diese Art des Gebäcks Neujahrshörnchen oder Neujahrskuchen. Das Grundrezept lässt sich durch unterschiedliche Zutaten verfeinern. So können dem Teig Nüsse, Mandeln, Kakao, Süßwein, Marzipan, Persipan und verschiedene Aromen wie Zimt, Arrak, Vanille oder Zitrone beigegeben werden.

Besonderheiten des Hippengebäcks

Größte Besonderheit des Süßgebäcks ist, dass es direkt nach dem Backen verformt werden kann. Diese Möglichkeit bietet eine große Verwendbarkeit der Masse, allerdings nur, solange der Teig noch heiß ist. Sobald die Hippenmasse ausgekühlt ist, behält sie ihre gegenwärtige Form bei.

Hippengebäcke in Eiscafés, Restaurants und Konditoreien

Hippenmasse ist ein typisches Produkt der süßen Küche. So findet man diese Gebäckart in Form einer gebogenen Eiswaffel in Eisdielen vor. Auch das kleine Küchlein als Zugabe zum Eisbecher besteht oft aus diesem leckeren Teig. In Konditoreien erfährt das Hippengebäck einen ganz besonderen Verwendungsstatus. Hier wird der noch heiße Teig zu Tortenböden, Tortendecken und zur Tortendekoration eingesetzt. Restaurants verwenden das biegsame Gebäck vor allem als dekorative Dessertschalen. Getunkt in Schokolade, gefüllt mit den leckersten Früchten und Sahne, lässt sich aus der Hippenmasse ganz schnell ein Dessert der Besonderheit herstellen.

Industrielle Herstellung

Die maschinelle Herstellung von Hippengebäcken erfolgt über spezielle Backautomaten. Hierbei wird der stark zuckerhaltige Flüssigteig bandförmig auf eine beheizte rotierende Backtrommel aufgegossen oder in einen Backring hineingegossen. Nach Beendigung des Backvorganges wird der flexible noch heiße Teig mittels eines Abstreifmessers von der Backfläche abgehoben. Anschließend gelangt das Teigband in eine Rollvorrichtung und wird zu einer Hippe aufgerollt. Das Längenmaß wird mithilfe eines automatischen Messerwerkes bestimmt. Im Anschluss daran wird das fertig geformte Gebäck mittels eines Förderbandes zur weiteren Verarbeitung transportiert. Bedarf das Gebäck eines Schokoladenüberzugs, so wird es zur Schokoladenüberziehanlage transferiert. Ist das Gebäck fertig, so kommt es in die Verpackungsabteilung.

Klassische Haushaltsmethoden

Hippen lassen sich ebenso gut zuhause anfertigen. Für die Grundform kommt oft ein spezielles Waffeleisen zum Einsatz. Sobald das Gebäck seine Backzeit erreicht hat, wird es zur gewünschten Form gedreht oder gebogen. Für die Zubereitung von Neujahrskuchen können einfache Holzstiele eingesetzt werden. In einigen Haushalten setzt man auf Fingerfertigkeit und formt die Teiglappen per Hand. Auf diese Art lassen sich die schönsten Formen erschaffen, ideal um sie anschließend mit Schokolade, Obst, Marzipan oder mit Sahne zu füllen. Möchte man den Teig als Tortendekor verwenden, so kann der fertig gebackene Teig auch mittels eines Tortenteilers in formgerechte Stücke gebracht werden.

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