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Indische Küche und Köstlichkeiten geniessen

Chilli wird getrocknet und sortiert Die Indische Küche ist reich an Vielfalt. Es kommt wohl auch daher, dass die mehr als drei Millionen Quadratkilometer der indischen Staatsfläche in nicht weniger als 31 Staaten und Territorien unterteilt sind. Alleine die verschiedenen Vegetationen führen zu einer völlig unterschiedlichen Küche im Norden und Süden. Die scharfen Gewürze aber sind in ganz Indien Grundlage eines Guten Essens.

Im Norden wird vermehrt Brot gegessen, im Süden mehr Reis. Im Norden findet man beispielsweise Chapatti oder Roti (Fladenbrote aus Vollkornmehl), Naan (Fladenbrote aus weissem Mehl) oder auch Parantha (Mehlpfannkuchen).

Im Süden werden sehr scharfe Gerichte gekocht und mit Hilfe von Reis und Joghurt abgemildert. Was man in Europa als „sehr scharf“ serviert bekommt, entlockt den Indern in Indien höchstens ein müdes Lächeln!

Die indische Küche besitzt sehr viele vegetarische Gerichte. Diese Tatsache hat religiöse Hintergründe: für die Hindus (immerhin etwa 80 % der Bevölkerung) ist das Rind heilig und somit Rindfleisch absolut tabu; die Muslime (etwa 11 %) essen grundsätzlich kein Schweinefleisch; die Dschainas führen den Respekt vor dem Leben so weit, dass sie in der Erntezeit sogar auf Obst und Gemüse verzichten, weil ein Wurm darin sein könnte. Außerdem verzichten sie teilweise auf Tomaten und Rote Bete, weil es sie an Blut erinnert.

Kardanom und andere Indische Gewürze Doch nicht nur religiöse Einflüsse bestimmen die Essgewohnheiten in Indien. Auch die geschichtlich-kulinarischen Wirkungen lassen sich leicht nachweisen. So findet man eindeutige Einflüsse der Moguln, der Briten und der Portugiesen.

Wie sieht nun ein „indisch gedeckter“ Tisch aus? Zum Frühstück bekommt man Chapattis, Reis mit Dal (Linsenbrei), Gemüse, im Süden zusätzlich Idlis (gedämpfte Reiskuchen), dazu Tee (im Norden) oder Kaffee (im Süden). Eine Art Standard ist Thali, eine Platte mit verschiedenen Schälchen, gefüllt mit Curries, Gemüse, Saucen und Joghurt. In der Mitte der Platte befinden sich entweder Brotfladen oder Reis. Tandoori-Gerichte bestehen aus mariniertem Fleisch, welches im Lehmofen schonend gebacken wird. Biriyani-Gerichte, in der einfachsten Version Pullaos, sind würzige Reisgerichte mit Fleisch oder Gemüse. Tikka ist kleingeschnittenes Hühner- oder Lammfleisch, Vindaloo dagegen ist sehr scharf geschmort. Ausserdem gibt es unzählige Rezepte mit Meeresfrüchten oder Gerichte mit Kokosmilch. Kleine Snacks, wie Samosas (fritierte Fleisch- oder Gemüse-Teigtäschchen), Uttapam (Reismehlpfannkuchen mit einer Zwiebel- und Tomatenfüllung) oder Masala Dosai (dünne Pfannkuchen mit einer Gemüsefüllung), runden den Alltag ab.

Curry-Kartoffeln in Tomatensauce (Aloo ki Sabzi)

AnzahlZutaten
1 Tl.getrocknete Curryblätter – oder 1 Lorbeerblatt
10mittelgroße Kartoffeln, geschält und – in Würfel geschnitten
3 Tl.Koriander, gemahlen
1 Tl.Kreuzkümmel
1 Tl.Kreuzkümmel, gemahlen
1/2 Tl.Kurkuma
1 PrisePaprikapulver
1 BundPetersilie, fein gehackt
¼ TasseSesamöl
6Tomaten, geschält und fein – gehackt
4 TassenWasser oder Gemüsebrühe
2 Tl.Zitronensaft

Die Zubereitung von Aloo ki Sabzi:

Aloo ki Sabzi Öl in einer schweren Kasserolle erhitzen. Kreuzkümmel (ganz) und Curry- oder Lorbeerblätter, Koriander, Kreuzkümmel (gemahlen), Paprika, Kurkuma und Salz hinein geben. Tomaten und Petersilie zufügen und die Flüssigkeit verkochen lassen.

Kartoffeln zugeben. Wasser zugießen und zum Kochen bringen, umrühren. Zudecken und bei mittlerer Hitze in etwa 20 Minuten garen. Deckel abnehmen und bei schwacher Hitze weitere 5-10 Minuten garen, gelegentlich umrühren, dabei einige Kartoffeln zerdrücken, damit die Sauce dicker wird. Zitronensaft dazugeben und abschmecken. Tipp: Dieses Gericht kann vorgekocht werden. Es hält sich im Kühlschrank mehrere Tage.

Hier noch ein weiteres Typisch traditionelles Gericht:

Frittierte Gemüsebällchen (Alu Kofta)

AnzahlZutaten
1/2 Tl.Asafötida
2 StückChilis, getrocknet
1 El.Garam Masala
1 El.Ghee
2 Tl.Ingwer, frisch gerieben
100 GrammKichererbsenmehl
3 El.Korianderblätter
1 Tl.Kreuzkümmel, gemahlen
1 Tl.Kurkuma
1/2Blumenkohl, in Röschen
5 mittl.Kartoffeln
10Tomaten
1 BecherNaturjoghurt
1/2 Tl.Pfeffer
2 Tl.Salz

Die Zubereitung von Alu Kofta:

Alu koftas sind von allen Kofta Arten die gebräuchlichsten. Sie sind leicht zuzubereiten und passen zu fast jeder Mahlzeit. Servieren Sie unmittelbar nach dem Übergießen mit Tomatensauce, sonst könnten sie zu viel Flüssigkeit aufnehmen und auseinander fallen.

Zunächst die Tomatensauce zubereiten. Dazu die Tomaten pürieren. Das Ghee in einem Topf auf mittlerer Flamme erhitzen und der Reihe nach die Hälfte des Ingwer, die getr. Chilis, den Kreuzkümmel und 1/3 des Kurkumas zugeben. Nach einigen Sekunden folgen die Tomaten und die Hälfte des Salzes. Nun den Topf bedecken. Die Flamme reduzieren und 20 Minuten köcheln lassen. Dabei etwa alle 5 Minuten einmal umrühren.
 
Frittierte Gemüsebällchen Alu Kofta Unterdessen die Kartoffeln schälen und den Blumenkohl in Röschen zerteilen. Beides mit der groben Raffel reiben. Das geraspelte Gemüse mit dem Kichererbsenmehl, 2 El. der Korianderblätter und den übrigen Gewürzen in einer großen Schüssel gründlich vermischen. Die geraspelten Kartoffeln sollten genügend Flüssigkeit enthalten, um die Zutaten zu binden. Die Mischung für 2 Minuten durchkneten und daraus 20-30 Bällchen formen.

Das Ghee erhitzen, bis es fast raucht und vorsichtig die Bällchen hineinlegen. 4-5 Minuten frittieren, bis sie gleichmäßig goldbraun und knusprig gebacken sind. Dann abtropfen lassen. Falls Sie Joghurt verwenden, rühren Sie ihn in die Tomatensauce und erhitzen Sie diese für 2 Minuten. Die Koftas in eine Servierschüssel legen, mit der heißen Sauce übergießen und mit den restlichen Korianderblättern garnieren. Zusammen mit Reis oder indischem Brot servieren.

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