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Kohlgerichte:

Der Wirsing – gelockter Kohlkopf mit zarten Blättern

Wirsing ist gerade in der kälteren Jahreszeit ein idealer Vitaminspender. Das Kohlgemüse überzeugt durch sein mildes Aroma. Wir haben drei Kohlgerichte für Sie ausgesucht.

Wirsing das Kohlgemüse mit Mettwurst und Kartoffeln.

Herbstliches Kohlgemüse – Wirsing mit Mettwurst und Kartoffeln. Bild: © fotolia.de

Mit seinen zarten, gewellten Blättern ist der Wirsing die hübscheste Erscheinung unter den Kohlköpfen. Selbst Menschen, die ansonsten nicht viel für Kohlgerichte übrig haben, überzeugt er mit seinem feinen, milden Aroma und seiner guten Verträglichkeit. Überdies ist er ein wichtiger Bestandteil einer gesunden, ausgewogenen Ernährung.

Wirsing enthält reichlich Vitamin C, Ballaststoffe, Natrium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Traditionell wird er als Gemüsebeilage zu Fleischgerichten zubereitet – doch auch in Aufläufen oder als Salat macht er eine elegante Figur.

Frischer Wirsing wird das ganze Jahr über angeboten. Dennoch sollte man sich die grünen Köpfe genauer anschauen, bevor man sie in den Einkaufswagen legt. Die Blätter müssen trotz ihrer Zartheit fest und elastisch sein; entscheidend ist auch die dezente Grasnote im Geruch – keinesfalls aber darf eine muffige Note in die Nase steigen. Wenn man den Wirsing sanft zusammendrückt, sollte ein leises Knirschen zu hören sein. Im Kühlschrank legt der Wirsings Ausdauer an den Tag. Im Gemüsefach hält er sich lose in Zeitung gepackt bis zu zwei Wochen lang.

Vor der Zubereitung muss der Wirsing ein gründliches Bad genießen. Da er wie alle Kohlgemüse im Bodennähe heranwächst, können sich zwischen seinen grünen Blättern Sandreste oder gar kleine Krabbeltierchen befinden.

Rahmwirsing

In der klassischen Variante wird der Wirsing in Streifen geschnitten, gedünstet, mit Salz, Pfeffer und Kümmel gewürzt und mit etwas Sahne oder Crème fraîche angereichert. Dieser Rahmwirsing macht sich hervorragend zu Sonntagsbraten vom Rind oder Schwein, zu Wildgerichten, Leber oder delikaten Süßwasserfischen.

Wirsing-Kartoffelauflauf

Doch der Wirsing kann auch weitaus kreativer verwendet werden – zum Beispiel in einem Kartoffelauflauf. Bei dieser Variante werden die Wirsingsblätter in handtellergroße Stücke zerteilt, drei Minuten in kochendem Wasser blanchiert und zusammen mit dünnen Apfelscheiben zwischen die vorgegarten Kartoffelspalten geschichtet.

Den Auflauf mit einer Mischung aus Sahne, Milch, verquirlten Eiern, geriebener Muskatnuss, Salz, Pfeffer und Kümmel übergießen, mit Butterflöckchen garnieren und Semmelbröseln bestreuen und im Ofen bei 180° C kross backen.

Wirsingssalat mit Ananas

Raffiniert und erfrischend ist unser Wirsingssalat mit Ananas. Hierfür sollte unbedingt ein sehr junger, hellgrüner Wirsing verwendet werden. Zunächst den Wirsing waschen, in Streifen schneiden und in kochendem Salzwasser kurz blanchieren. Damit der Wirsing knackig bleibt, muss er nach dem Kochen sofort kalt abgeschreckt werden und in Ruhe abtropfen können – das darf er ruhig zusammen mit den Ananasstücken aus der Dose tun.

Inzwischen 150 Gramm Naturjoghurt mit zwei Esslöffeln Mayonnaise, einer Messerspitze Tomatenmark und drei Esslöffeln Ananassaft verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Anders als Blattsalate sollte der Wirsingssalat bereits eine halbe Stunde vor dem Servieren mit dem Dressing vermischt werden, damit er beim Durchziehen den erwünscht fruchtigen Geschmack entwickelt. Wer möchte, kann den Salat zum Schluss mit gehackten Haselnüssen und halbierten Walnüssen garnieren.

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