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Stilfragen:

Guter Stil ist nicht käuflich

Guter Stil soll nicht käuflich sein? Wer sich die neuesten Kreationen von Gucci, Chanel, Dior, Prada oder Versace leisten kann, der wird doch wohl über das nötige Stilempfinden verfügen, sollte man meinen.

Gute Stil ist keine Frage des Geldes.

Guter Stil ist nicht zwangsläufig eine Preisfrage, es gilt einen eigen Modestil zu entwickeln. Bild: © fotolia.de

Guten Stil kann man kaufen. Dass dem nicht zwangsläufig so ist, zeigen die Fotos von den Roten Teppichen dieser Welt. Manch prominenter, modischer Fehlgriff lässt die normalsterbliche Frauen insgeheim erleichtert aufatmen. Manchmal stellt sich auch die Frage, warum denn zwei Damen das gleiche Kleid tragen und doch nur eine von ihnen eine richtig gute Figur darin macht. Und hier kommt wieder der ominöse Stil ins Spiel.

Es macht nämlich sehr wohl einen Unterschied, ob die Trägerin nur ins Kleid passt, oder ob das Kleid so zur Trägerin passt, als wäre es direkt für sie entworfen worden. Der richtige Stil rückt nicht nur die Figur ins vorteilhafteste Licht, sondern unterstreicht auch die Persönlichkeit und sorgt für ein stimmiges Erscheinungsbild.

Wie frau ihren eigenen Stil entwickelt

Wer seinem Stil auf die Schliche kommen möchte, sollte zuerst einmal innere und dann äußere Nabelschau betreiben. Der Blick nach innen ist unerlässlich, denn für einen die Persönlichkeit repräsentierenden Stil muss man sich zuerst selbst (er)kennen – sonst bleibt es eine Maskerade. Eine extrovertierte Partykönigin kleidet sich nun mal anders, als ein scheues Reh und das ist auch gut so.

Es folgt der Blick in den Spiegel. Elfenhafte Flatterkleidchen sehen an filigranen Geschöpfen wunderschön aus, die üppigen Rundungen kommen hingegen im schmeichelhaften Wickelkleid viel besser zur Geltung. Wichtig: Der perfekte Stil rückt die körperlichen Vorzüge ins richtige Licht und kaschiert kleine Schwachstellen.

Stilunabhängig gilt: Der Wohlfühlfaktor ist entscheidend. Glanzvolle Roben, sommerliche Flatterkleidchen oder atemberaubende Stilettos helfen nicht viel, wenn die Trägerin im Grunde ihres Herzens Jeans und T-Shirts liebt. Wer sich in seiner (Ver)Kleidung nicht wohl fühlt, strahlt das aus.

Schön zu wissen: Guter Stil ist nicht zwangsläufig eine Preisfrage. Es ist unnötig, nur teuere Labels anzuhäufen. Individueller ist es, edlere Mode-Basics mit günstigen Schnäppchen zu kombinieren.

Stiltreue in modisch unruhigen Gewässern

Wer seinen Stil gefunden hat, sollte ihm treu bleiben. Und zwar ungeachtet dessen, was Modezeitschriften gerade wieder zum Trend erheben. Mögen sich die Fashionistas – ungeachtet der jeweiligen Figur – in Leggins und Ballerinas zeigen oder Fetzenjeans im Boyfriend-Style mit High-Heels und Comic-Shirt kombinieren – Stil ist anders.

Hilfreich ist es, die Modetrends nicht als Zwang zu betrachten, sondern als Vorschlag. Natürlich darf und sollte der Kleiderschrank immer mal wieder mit modischen Elementen aufgepeppt werden, sonst wirkt die Garderobe eines Tages schlicht altbacken.

Schön ist es jedoch, wenn modische Totalausfälle die Ausnahme bleiben. Vorsicht ist angesagt, wenn die pubertierende Tochter die gleichen Shirts trägt oder gar die gleiche Boutique aufsucht. Das wirkt schnell peinlich – für Mutter und Tochter.

Einmal Stil, immer den gleichen Stil?

Natürlich nicht. Ebenso, wie sich die Lebensumstände ändern, so ändert sich auch der modische Geschmack und dem darf Rechnung getragen werden. Und selbstverständlich beinhaltet der Stil nicht nur die äußere Verpackung, sondern auch das gesamte Auftreten. Von der Gestik über die Körperhaltung und die Ausdrucksweise bis hin zur Frage, wie man mit seinen Mitmenschen umgeht. Wenn sich hier alles harmonisch zusammenfügt und ein authentisches, stimmiges Bild ergibt – dann hat man wahrlich seinen eigenen Stil gefunden.

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