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Ratgeber:

Schuhkauf – Leder oder Synthetik Schuhe kaufen?

Beim Schuhkauf scheiden sich die Geister: Soll man Kunstlederschuhe aus Synthetik oder Schuhe aus echtem Leder kaufen. Was sind die Vor- und Nachteile?

Wer Schuhe kauft hat die Wahl zwischen Synthetik und Lederschuhen.

Schuhkauf: Die Qual der Wahl – soll man Synthetik oder Lederschuhe kaufen. Bild: © fotolia.de

Frauen lieben Schuhe. Und sie lieben Schuhe besonders dann, wenn sie modisch und preiswert sind. Die Preisspanne ist inzwischen enorm. Manchmal liegen zwischen Modellen, die fast gleich aussehen, Preisunterschiede von bis zu 100 Euro.

Der Grund: Das eine Modell ist aus Leder gefertigt, das andere aus Kunststoff. Die Versuchung ist groß, zu dem billigeren Model zu greifen. Doch lohnt es sich, weniger Geld auszugeben? Oder wäre es doch besser, in das teurere Modell zu investieren? Wir gehen dieser Gretchenfrage auf den Grund.

Welches Material ist besser – Synthetik oder Leder?

Seit einigen Jahren tummeln sich in den Regalen der Schuhgeschäfte immer mehr überraschend preiswerte Modelle, die zwar aussehen, als seien sie aus Leder hergestellt worden, in Wahrheit aber reine Synthetikprodukte sind. Manchmal fühlt sich das Material sogar wie echtes Leder an oder wurde mit speziellen Produkten behandelt, die es nach Leder duften lassen. Nur der Blick auf das Etikett bringt Licht ins Dunkel.

Die meisten Lederersatzmaterialien basieren auf einem stoffähnlichen Gewebe, das mit PVC oder PU beschichtet wurde. Viele Hersteller fingen im Jahr 2000 damit an, auf Kunstleder umzurüsten, um die durch die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche gestiegenen Lederpreise zu umgehen. Im Zuge dieser Entwicklung hat sich die Qualität des Kunstleders aber auch zunehmend verbessert.

Optisch kann es mit dem echten Leder durchaus mithalten. Dennoch birgt das echte Leder Vorteile, die das Kunstleder niemals bieten kann. Leder passt sich zum Beispiel wie eine zweite Haut an den Fuß an; außerdem garantiert es ein gutes Fußklima, indem es den beim Laufen entstehenden Schweiß aufnimmt und langsam nach außen abgibt.

Gerade bei heißen Temperaturen können sich Kunstlederschuhe binnen weniger Stunden in ein unangenehmes Schwimmbad verwandeln. Die Folge: Der stabile Halt ist beeinträchtigt und die Füße beginnen zu riechen. Ein nasses Fußklima fördert zudem die Blasenbildung. Auch sind Füße, die zu Pilzerkrankungen neigen, in Lederschuhen besser aufgehoben.

Doch das Kunstleder ist besser als sein Ruf. Zum einen schont es den Geldbeutel, und das kann gerade bei modischen Trends ein großer Vorteil sein. Schuhe, die nur selten oder für eine Saison getragen werden, müssen also nicht zwingend aus echtem Leder gefertigt sein.

Optisch macht das Kunstleder ohnehin eine sehr gute Figur: Es lässt sich leicht pflegen und sieht sehr lange brandneu aus. Doch auch beim Kunstleder gibt es gute und schlechte Qualitäten. Extrem billige Schuhe sollten immer mit Skepsis betrachtet werden.

Bei starkem Regen oder feuchter Witterung sind Schuhe aus Kunstleder ihren natürlichen Kollegen eindeutig überlegen. Kunstleder ist hochgradig wasserabweisend und bleibt auch nach einem Bad in einer Pfütze farbecht.

Die Pflege ist denkbar einfach: Schuhe aus Kunststoff müssen lediglich hin und wieder mit einem feuchten, weichen Lappen abgewischt werden. Imprägniersprays haben sie nicht nötig. Im Gegenteil: Wer sie mit Imprägniersprays für Lederschuhe bearbeitet, muss damit rechnen, dass sich störende Flecken bilden.

Welches der beiden Materialien ökologisch unbedenklicher ist, kann leider nicht mehr klar gesagt werden. Denn auch Leder wird heute starken chemischen Prozessen ausgesetzt, bevor es in die Schuhverarbeitung gelangt. Wer jedoch seine Schuhe als Wegwerfprodukt betrachtet, tut der Umwelt nichts Gutes. Und meistens sind es tatsächlich die Lederschuhe, an denen wir am meisten hängen und die wir immer wieder beim Schuster auffrischen lassen.

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  • mel

    schade dass auf in dem Beitrag nicht auf zwei Wesentliche Dinge eingegangen wird:
    1. Leder ist die Haut von Schlachttieren, meist Rind und Schwein, (Leder aus China sogar immernoch von Hunden und Katzen) die unter den erbärmlichsten Umständen massenweise gehalten werden. Und zwar möglichst billig und profiteinbringend. Jedes Lebewesen hat aber das Recht auf Freiheit.

    Die Massentierhaltung ist denkbar schlecht für die Umwelt und verursacht mehr C02 vor allem durch Dung und Metangase als der globale Verkehr. Nur eine einzige deutsche Firma, schlachtet an einem einzigen Tag 30 000 Schweine. Die müssen irgendwo herkommen, die müssen auch etwas fressen. Für den Anbau ihres Futters wird nicht nur Regenwald gerodet, sondern auch Moorlandschaften entwässert.

    Deshalb sollte man sich hüten zu behaupten Leder tue der Umwelt gutes, oder sei besser als ein „Wegwerfprodukt“. Vielleicht sollte man besser gleich hochwertiges Kunstleder kaufen. Das gibt es nämlich auch. Das ist wenigstens nicht gesundheitsschädlich!!
    Damit wären wir beim zweiten Punkt—

    2. Leder wird mit sehr giftigen Chemikalien behandelt, nur als Beispiel Chrom von der Krebserregenden Sorte. In bestimmten Ländern sind die Umweltbwestimmungen und der Arbeitsschutz für die armen Gerber noch minderwertiger als in Europa. Es sickert ins Grundwasser, …… mir wird schlecht wenn ich darauf eingehe.
    Ein weiterer Hinweis dazu: Die Chemikalien mit denen die Kadaverhaut zu Leder und damit haltbar gemacht wird, bleibt im Leder und wird bei Hautkontakt an den Körper abgegeben. Denken Sie lieber alle ein bisschen nach, bevor Sie solch einseitigen Empfehlungen vertgrauen!!

    mit freundlichen Grüßen, mel k.

  • Lisa

    Liebe Mel, genau das wollte ich auch dazu sagen. Wer mal gesehen hat, wie ein Tier lebendig gehäutet wird, kauft sich keine Lederschuhe oder Handtaschen mehr. Für mich fällt das seit einiger Zeit total aus. Übrigens wiegen die Synthetikschuhe auch deutlich weniger als die aus Leder. Gut für’s Reisegepäck!

  • Jedes Mal, wenn Sie eine Lederjacke oder Lederschuhe kaufen, verurteilen Sie ein Tier zu einem Leben voller Leid. Der Kauf von Leder trägt direkt zu dem Geschäft der Intensivhaltung und Schlachthäuser bei, da die Tierhäute das wirtschaftlich wichtigste Nebenprodukt der milliardenschweren Fleischindustrie sind. Die Nachfrage nach Tierhäuten bestimmt also einen erheblichen Teil der tödlichen Industrie.

  • Julia Röhler

    wenn man nur bei allen Angelegenheit so genau wäre! >.<