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Der Filmkrieg geht weiter – Kino.to ist mit neuem Namen zurück

Filmpiraterie - Kino.to ist wieder zurück mit der Domain Kinox.toEs ist erst rund einen Monat her, dass die Plattform „Kino.to“ aus dem Netz verschwand. Nun ist sie unter „Kinox.to“ wieder mit dem alten Angebot erreichbar. Die Betreiber der Streamingseite wenden sich zudem im Rahmen ihres Comeback an den Staat und die Filmindustrie mit Worten wie „Denkt ihr wirklich, ihr könnt uns stoppen?“

Kooperation mit Anonymous?

Spekuliert werden darf, ob die Betreiber von Kinox.to mit der Hacker-Gruppe Anonymous zusammenarbeiten. Diese Gruppe war mit Angriffen auf Seiten von Rechtsextremisten oder Unternehmen, die Atomstrom vertreiben, aufgefallen. Auf der Startseite von Kinox.to wird neben den genannten Worten an Staat und Filmindustrie (Wir wollen Euch nicht. Das Internet will Euch nicht. Keiner will Euch. Alles was wir wollen ist Freiheit und das für JEDEN!) auch direkter Dank an die Hackergruppe ausgesprochen.

Im vergangenen Juni griff Anonymous die Seite der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) im Zusammenhang mit der strafrechtlichen Verfolgung der damaligen Betreiber von Kino.to an. Insofern wäre eine Zusammenarbeit zwischen Anonymous und Kinox.to mit einem faden Beigeschmack versehen.

Ehrenwertes Handeln oder kriminelle Machenschaften?

Die neuen Betreiber von Kinox.to fragen auf ihrer Seite derzeit ganz gezielt, wie man harmlose Webseitenbetreiber auf eine Stufe mit Mördern und Vergewaltigern stellen könne. Sie sehen in ihrem Tun keinerlei kriminelle Absicht und verstehen sich viel mehr als eine moderne Ausgabe von „Robin Hood“. So wie der „echte“ Robin Hood einst die Mittel der Reichen unter den Armen verteilte, so verbreitet Kinox.to Filme an breite Bevölkerungsschichten. Den Betreibern geht es darum, den „fanatischen Geldgeier-Organisationen“ (damit ist die GVU gemeint) die Luft abzuschnüren.

Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden ist das Vorgehen der ehemaligen Betreiber von Kino.to jedoch weniger ehrenwert, als vielmehr auf eigenen Profit ausgelegt. Insgesamt haben die Betreiber mehrere Millionen Euro mit der Verbreitung illegaler Filminhalte verdient. Allein beim ehemaligen Chef der Streamingseite wurden rund 2,5 Millionen Euro sowie mehrere hochpreisige Autos sichergestellt. Bei der Razzia im Juni wurden insgesamt 13 Verdächtige festgenommen, einer von ihnen war bislang geständig.

Weiterführender Link zum Thema:

Kinox.to statt kino.to: Umstrittenes Filmportal ist wieder online
http://www.focus.de/digital/internet/kinox-to-statt-kino-to-umstrittenes-filmportal-ist-wieder-online_aid_645059.html

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