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Gefährliche Heroin-Ersatzdroge:

Die Todesdroge mit Namen „Krokodil“

Die Todesdroge Krok frisst den Süchtigen von Innen auf, und zerstört die Organe und die HautMan nennt sie „Krok“ oder „Krokodil“, die Heroin-Ersatzdroge aus Russland. Und man nennt sie aus gutem Grund Todesdroge, denn die extrem einfach und billig zu beziehende Droge lässt Süchtige Gefahr laufen, bei lebendigem Leib zu verfaulen. In Russland sind schon tausende süchtig nach dieser Droge, in Deutschland ist sie vor Kurzem erstmals aufgetaucht.

Ein tödlicher Cocktail

Rein chemisch geht es bei Krok um Desomorphin. Dabei handelt es sich um ein Opiat, konkret um einen Morphium-Abkömmling. Richtig gefährlich wird die Droge bei der weiteren Verarbeitung, denn zur Herstellung werden Codeintabletten und hochgiftige Chemikalien wie Feuerzeugbenzin, Farbverdünner oder Phosphorsäure verwendet. Und auch der Name „Krokodil“ ist kein Zufall. Wer sich diese Droge spritzt, wird ziemlich schnell erleben, dass sich seine Haut grün-braun färbt und schuppig wird. Die Haut um die Einstichstelle selbst stirbt binnen kürzester Zeit ab, am gesamten Körper entstehen wunde und schorfigste Stellen. Die Droge ist derart aggressiv, dass sie den Süchtigen regelrecht von innen auffrisst. Zunächst sind einige Organe betroffen, später sind es ganze Gliedmaßen. Wer längere Zeit süchtig ist, muss in der Regel mit Amputationen rechnen oder er stirbt schon vorher an Organversagen.

Die ganze Wirkung der Droge

Als wären die fatalen Folgen auf die körperliche Gesundheit nicht schon schlimm genug: Diese Droge birgt weitere Gefahren. Da sie wesentlich kürzere Rauschzustände verursacht, als das „Original“ Heroin, muss sie öfter gespritzt werden. Und zudem macht diese Droge auch noch deutlich stärker abhängig. Entsprechend hart und für viele fast unmöglich ist ein Entzug, da dieser bis zu zweimal länger dauert, als bei Heroin. Wirklich geeignete Entzugskliniken oder Vergleichbares gibt es noch gar nicht.

Im Herbst 2011 ist die Droge erstmals in Deutschland im Ruhrgebiet aufgetaucht. Die vier Betroffenen waren jedoch im Glauben, Heroin zu konsumieren und konnten sich daher die extremen Haut- und Weichteilschäden an ihren Körpern zunächst nicht erklären.

In Russland Krok ganz einfach und legal herstellen

Die Basis zur Herstellung von Krok sind Codein-Tabletten. Diese sind in Russland als Schmerzmittel frei verkäuflich. Die passende Anleitung, um aus den Tabletten Krok herzustellen, lässt sich ohne größere Probleme im Internet finden. Und das weitere nötige Zubehör ist ebenfalls problemlos zu bekommen. So wundert es nicht, dass sich die Sucht nach Krok in Russland im großen Stil ausbreitet. Erst seit einigen Jahren ist diese Droge überhaupt bekannt, der Ursprung soll in Sibirien liegen. Zur Zeit geht man offiziell von derzeit rund 100.000 Süchtigen aus, die Dunkelziffer hingegen soll bereits bei etwa 1.000.000 Süchtigen liegen.

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