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Paragliding:

Paragleiten – mit dem Gleitschirm den Berg runter

Paragliding ist eine Trendsportart die mittlerweile sehr viele Anhänger hat. Wer sich für’s Gleitschirmfliegen interessiert, sollte wissen welche Ausrüstung und Ausbildung man benötigt.

Paraglider mit dem Gleitschirm in der Luft.

Paragliding: Ein Paraglider fliegt mit seinem Gleitschirm den Berg herunter. Bild: © fotolia.de

Von dieser Luftsportart geht eine hohe Faszination aus. Egal ob alleine oder zu zweit in einem Tandemschirm, Gleitschirmfliegen ist die einfachste Art, die Welt aus der Vogelperspektive zu betrachten. Man spürt den Wind im Gesicht, man wird von der Kraft der Natur in die Höhe getragen, ganz ohne Blech und Glas. Man fühlt sich der Natur nahe – und das ist einer der wunderschönsten Momente des Paragleitens.

Die Sportart Paragleiten hat einige Vorzüge:

  1. Man kann mit geringem technischen und finanziellem Aufwand „fliegen“
  2. Paragleiten macht keinen Lärm und braucht keinen zusätzlichen Sprit (von der Anfahrt mal abgesehen)
  3. Start- und Landeplätze benötigen wenig Platz – eine gemähte Wiese genügt
  4. Selbst unsportliche Menschen können diesen Sport erlernen und ausüben

Die einzige Grundbedingung für das Gleitschirmfliegen ist, dass man schwindelfrei sein sollte.

Ausbildung, Lizenz und Kosten

Bevor man sich allein in die Höhe schwingt, muss man ein Mindestalter von 14 Jahren erreicht haben und eine Ausbildung mit abschließender Lizenz zum Gleitschirmfliegen erwerben. Dies ist in nahezu allen europäischen Ländern vorgeschrieben. Die Ausbildung als Gleitschirmflieger wird durch eine staatliche Stelle geprüft, danach erhält man die Fluglizenz. Ausbildung und Lizenz kann man bei Flugschulen erwerben.

Allerdings ist der Flugspaß nicht ganz billig: Die Ausbildung und eine gebrauchte Komplett-Ausrüstung kosten insgesamt rund 3.000 bis 4.000 Euro, eine neue Ausrüstung kostet etwa 5.500 Euro.

Für wen eignet es sich?

Egal ob Profi oder Mitflieger, ob Sportler oder Genießer, Paragleiten ist für jede Person, die schwindelfrei ist, geeignet.

Welche Ausrüstung braucht man fürs Paragleiten?

Zur Ausrüstung zählt in erster Linie der Gleitschirm, welcher aus einer so genannten Kappe aus einem Nylon-Stoff besteht, die durch Leinen mit dem Gurtzeug verbunden ist. Notwendig ist natürlich auch das Gurtzeug: Darunter versteht man den Sitz, durch den der Pilot mit dem Gleitschirm verbunden ist. Besonders wichtig für den „fliegenden Sport“ ist die Sicherheitsausrüstung. Der Rettungsfallschirm bringt den Piloten im gebremsten, meist senkrechten Gleitflug zum Boden zurück, wenn der Gleitschirm einmal aus irgendwelchen Gründen nicht mehr flugfähig sein sollte.

Als zusätzliche technische Hilfsmittel kann man sich ein so genanntes Vario zur Höhenkontrolle und ein zusätzliches Funkgerät beschaffen – sicher ist sicher.

Eine geeignete Bekleidung ist fürs Gleiten durch die Lüfte ebenfalls sehr wichtig. Warme, winddichte Textilien sollen verwendet werden, denn je höher man fliegt, desto kälter wird es. Und in höheren Luftschichten kann ein eisiger Wind wehen. Festes Schuhwerk, ein Helm und ein Paar Handschuhe sollten ebenfalls zu einer guten Ausrüstung dazugehören.

Welche Gefahren oder Risiken bringt Paragliding mit sich?

Das Gleitschirmfliegen gilt nicht als Risikosportart, aber trotzdem ist es nicht völlig ungefährlich. Die größte Gefahr besteht im Zusammenklappen der Gleitschirmkappe in der Luft. Unbedingt sollte der Pilot während des Fluges über Windstärke und Windrichtung informiert sein, da Unwissenheit sehr gefährlich werden kann. Ebenfalls ist es wichtig, dass der Pilot Stromleitungen, markierte Seile einer Seilbahn oder sonstige Hindernisse nicht übersieht. Aufmerksamkeit ist also das A und O beim Gleitschirmfliegen, damit der Spaß ungetrübt bleibt.

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