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Fahrzeugantrieb

Hybrid, Elektro, Gas: Mit alternativen Antrieben dem Benzinpreiswucher entgehen?

Tankstelle - Autogas ZapfsäuleJede Fahrt an die Tankstelle wird mehr und mehr zur Qual: Die Preise für Benzin und Diesel steigen und steigen. Da kommt mancher ins Grübeln und denkt an alternative Motorisierung. Was ist vom Elektroantrieb zu halten und was ist eigentlich ein Hybridmotor? Fährt man mit Gas wirklich günstiger und welche Nachteile entstehen?

Gasantrieb – Kostengünstiger fahren

Der Umstieg auf ein Auto mit Erd- oder Autogasantrieb (es handelt sich um zwei verschiedene Technologien!) war vor Jahren wegen der wenigen Gastankstellen nur bedingt ratsam. Mittlerweile ist das Tankstellennetz dichter und Gas damit zur echten Alternative geworden. Besonders verlockend ist der niedrige Preis durch die begünstigte Mineralölsteuer, sodass man mit rund 60 % Einsparung bei Erdgas und 40 % bei Autogas rechnen kann. Die Angebotspalette der Autos, die mit Gasmotoren ausgerüstet sind, ist angestiegen. Dabei gibt es die Möglichkeit, ein bivalentes Fahrzeug zu erwerben, das wahlweise mit Erdgas oder Benzin betrieben werden kann oder ein monovalentes, das zwar auch eine Notreserve an Benzin mit sich führt, aber für den Gasantrieb optimiert ist. Wer viel unterwegs ist und eine Gastankstelle nicht garantiert in erreichbarer Nähe hat, sollte ein bivalentes Fahrzeug vorziehen.

Laut eines Kostenvergleichs des ADAC ) lässt sich bei gleichen Automodellen je nach Kilometerleistung pro Jahr beim Wechsel auf Gasbetrieb zwischen 1 und 6 Cent pro Kilometer sparen und ein Gasmotor ist fast immer die kostengünstigere Variante. Auch der nachträgliche Einbau einer Erdgas- oder Autogasanlage in ein herkömmliches Automobil ist möglich und wird mit 2500 bis 4500 Euro veranschlagt.

Achtung: Da der Gastank bei einer Umrüstung nicht unter dem Fahrzeug angebracht werden kann, führt dies immer zu einer Verminderung des Kofferraumvolumens!

Kraft aus der Steckdose: Elektroantriebe

Sauber und leise, so bezeichnet fast jeder die Elektroautos. Doch geringe Reichweiten und lange Aufladezeiten der teuren Batterien halten viele von einem Umstieg auf diesen Antrieb ab. Die Batterietechnik deutlich zu verbessern ist ein großes Anliegen der Hersteller und Reichweiten von 200 bis 400 Kilometern werden angestrebt, sind aber noch nicht realisiert.

Zero-Emisionen:  Ein Fahrzeug mit ElektroantriebEbenso unbefriedigend wie das Netz der Ladestationen ist die Tatsache, dass es europaweit bisher keine einheitlichen Stecker gibt (was wohl niemanden wirklich überrascht …). Um diesen Nachteilen entgegentreten und doch die Vorteile des Elektromotors nutzen zu können, werden Hybridmotoren angeboten. Sie kombinieren den Elektroantrieb mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor: Lässt die Batterie nach, wird auf den Benzinantrieb umgestellt, der die Batterie auch gleichzeitig wieder auflädt. Eine lockende Alternative! Eine Eigenschaft der Elektroautos, die zunächst als Vorteil erschien, hat sich als Nachteil erwiesen:

Da die Autos nahezu geräuschlos sind, werden sie nicht rechtzeitig wahrgenommen und es kommt zu Unfällen. Deshalb erarbeitet eine Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen gerade ein Konzept zur nachträglichen Ausstattung der Elektroautos mit künstlichen Geräuschen.

Übrigens: Zwar scheint die Umweltbilanz dieser Elektro-Antriebsart auf den ersten Blick deutlich besser zu sein, für die Gesamtbilanz muss man aber auch berücksichtigen, dass zur Stromerzeugung nicht nur regenerative Energien eingesetzt werden!

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  • Schrottmeyer

    Mich würde die Zukunft der Gasfahrzeuge interessieren. Es besteht doch die Möglichkeit mittels Eelektrolyse Wasser zu spalten und Wassergas zu erzeugen. Was ist Stand derTechnik ? wie effizient ist dieser Vorgang?