Startseite / Technik / Internet / Avaaz – Mit ihrer „Stimme“ gegen das Unrecht

Das Internet macht mobil:

Avaaz – Mit ihrer „Stimme“ gegen das Unrecht

Protestaktion von Avaaz gegen das BienensterbenWer hat im Angesicht des Unrechts und der Ungerechtigkeit auf der Welt nicht schon einmal den Wunsch gehabt, persönlich etwas gegen selbstherrliche Machthaber und totalitäre Unterdrücker zu unternehmen? Wahrscheinlich ist jedem von uns schon mal die Hutschnur geplatzt, wenn es in den Nachrichten einmal mehr um die syrischen Verhältnisse auf dieser Erde ging. Doch was soll man als Einzelner schon ausrichten können? Was kann man als bestürztes Individuum schon machen? Zum Glück kennt das Internet ab sofort einen Weg, auf dem sich die Summe individueller Frustration in eine kollektive Stimme zusammenführen lässt, die wirklich etwas bewirken kann. Doch wo erschallt dieses „Unisono“ im Netz? Bringt das wirklich was? Und wie kann man da aktiv mitmachen?

Stimmgewaltig

Das Wort „Avaaz“ hat in vielen verschiedenen Sprachen eine erstaunlich vergleichbare Bedeutung, die mit „Stimme“ und „Klang“ am treffendsten umrissen ist. Und so war es nur konsequent, einer internetten Plattform des moralischen Aufbegehrens einer weltweiten Community den Namen „Avaaz“ zu geben. Auf Avaaz.org ist die Welt in jeder Hinsicht dazu aufgerufen, in Aktion zu treten. Ganz egal, ob man Syriens Verschwundene nicht verschwunden bleiben lassen will, ob man etwas für den Amazonas-Regenwald oder gegen das Bienensterben tun mag, oder ob man die Formel 1 nicht in Bahrain am Start sehen will. Es gibt so unendlich viele Projekte, für die man sich hier sinnvoll engagieren kann. Und sogar die renommierte Süddeutsche Zeitung beschreibt dieses Portal als „eine grenzübergreifende Gemeinschaft, die demokratischer, und möglicherweise effektiver ist als die Vereinten Nationen.“ Wenn das mal keine starke Ansage ist.

Surfer an die Macht

Bei Avaaz handelt es sich ganz offensichtlich um das ehrenwerte Ansinnen, der „Generation Internet“ jene Regierungsbefugnis zu erteilen, die ihr mit dem Web 2.0 bei deutlich banaleren „Aufregern der Woche“ ohnehin schon selbstverständlich zusteht. Die Logik hinter dem Projekt ist glasklar: Wenn sich genügend Aufrechte und Unbestechliche gegen Unrecht vernetzen, dann bekommt das Gute gute Chancen auf einen verdienten Sieg. Und wer hier irgendwelche perfekt getarnten Lobbyisten am Start wähnt, dem sei gesagt, dass Avaaz derzeit noch ausgesprochen glaubhaft Überparteilichkeit und Konfessionsunabhängigkeit kommuniziert. Möge das auch bitte so bleiben.

Ich will mitmachen!

Gar kein Problem! Wer seinen Namen, seine Email-Adresse und das Land, in dem er lebt, preisgeben mag, kann sofort bei Avaaz einsteigen. Die Betreiber versichern dabei übrigens den Schutz der Privatsphäre. Und wer gemeinnützige Spendierhosen anhat, der kann Avaaz natürlich auch finanziell unterstützen. Denn dass diese aktivistische Plattform weder von Regierungen noch von Konzernen Geld annimmt, ist selbstredend. Schade eigentlich, dass hiesige Finanzämter solche Spenden (noch) nicht anerkennen. Aber was nicht ist, könnte ja vielleicht eines schönen Tages noch werden.

Wer nicht mehr länger resigniert wegschauen, sondern aktiv gegensteuern will, könnte mit Avaaz genau das Sprachrohr finden, das er schon lange gesucht hat. Denn hier zählt wirklich jede einzelne Stimme. Jede.

Foto: Avaaz.org ©

Weiterführende Links zum Thema:

Avaaz – Die Welt in Aktion
http://www.avaaz.org/de/index.php

Avaaz
http://de.wikipedia.org/wiki/Avaaz

© Pixel Trader Ltd. 2013 Alle Rechte vorbehalten

Über Redaktion

Beiträge und Artikel die mit der Bezeichnung „Redaktion“ gekennzeichnet sind, werden in aller Regel durch die Mitglieder der Redaktion veröffentlicht. Das sind unter anderem: Mikela Steinberger, Michael Wolfskeil, Stephan Lenz, Angelika Lensen, Frank M. Wagner und Manuela Käselau. Auch Artikel von Autoren deren Name nicht genannt werden soll, werden unter diesem Label publiziert. Darunter sind einige erfolgreiche Buchautoren.