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Google's Farmer Update

Qualität vor Quantität: SEO im Zeitalter des Panda

Panda-Update - verändert das Ranking von Webseiten bei GoogleDas Panda-Update von Google wirft seine Schatten voraus. Und sobald der Bär auch bei uns angekommen ist, werden sich sämtliche Spezialisten der Suchmaschinenoptimierung wahlweise warm anziehen oder neu aufstellen müssen. Denn der Panda wird völlig andere Parameter in seinen Algorithmen verdauen, als es die SEO-Branche bislang gewohnt war. Das wird zwei immense Vorteile implementieren. Zum einen wird das Panda-Update rigoros und gnadenlos dafür sorgen, dass ab sofort die echten Menschen aus Fleisch und Blut wieder im Mittelpunkt des internetten Ranking-Gerangels stehen. Und zum anderen können eben diese Menschen darauf hoffen, dass sinnarmes Keyword-Gerassel nicht länger die Chance bekommt, Mann und Maus vom Monitor heraus mental zu beleidigen. Doch wer da glaubt, man könne dem gestrengen Panda nun gar nicht mehr um den Bart gehen, der hat noch ein paar webmasterliche Hausaufgaben zu machen. Welche das sind, soll nun verraten werden.

Mehrwert statt Einfalt

Viele Webseiteninhalte ergehen sich doppelt und dreifach in ein und derselben Argumentationsfigur, nur um hinreichend Platz für eine erschlagende Keyworddichte zu schaffen. So viel „Sättigungsbeilage“ schmeckt dem Panda nicht. Deshalb sollten Webmaster ab sofort ihren Webcontent weder doppelt moppeln, noch als Quasi-Blindtext durchgehen lassen. Was der Bär sehen will, sind aussagefähige kraftvolle Texte mit hohem Informationsgehalt, echtem Mehrwert und fehlender Werblichkeit.

Fehlerfrei statt Buchstabenbrei

So mancher billig zusammengenagelte SEO-Text aus mentalen Legebatterien in menschenunwürdiger Massenautorenhaltung besticht durch eine üppige Fülle orthographischer und grammatikalischer Fehler. Von der haarsträubend freien Interpretation der Satzzeichenregeln ganz zu schweigen. Diese geistig extrem schwachbrüstigen Texte wurden nicht für Menschen, sondern nur für tumbe Suchmaschinen runtergestrickt. Damit wird der Panda kurzen Prozess machen. Denn im Zeichen des Bären wird auch nach Rechtschreib- und Kommafehlern gesucht. Und wehe dem Ranking, wenn welche gefunden werden.

Gute Schreibe statt grausamem SEO-Gewäsch

Wenn in einem Artikel, der 150 Worte Umfang hat, das Wort „Zuckerwatte“ 15 Mal vorkommt, dann hat der Leser einen Onlinetext mit 10 Prozent Keyword-Dichte vernascht. Das ist allerdings kein süßer Genuss, sondern eine schale Plörre, die SEO Texter einem Panda nicht mehr anbieten dürfen. Nichts gegen Schlüsselbegriffe – aber sie dürfen im Text nicht häufiger vorkommen, als die nüchterne Kompetenz des Konzeptionstexters dies rein sachlich empfiehlt. Jeder clevere Webmaster sollte sich von keywordverseuchten Unterseiten sofort kompromisslos trennen.

Echte Besucher statt falscher Bots

Nur „echter“ Traffic ist künftig auch guter Traffic. Darum ist aktiv dafür zu sorgen, dass menschliche Besucher die Seite entweder direkt anklicken, von sozialen Netzwerken kommen, oder über Twitter, Facebook & Co. einfliegen. Solche Klicks signalisieren nämlich, im Gegensatz zu Suchmaschinen basierten Zugriffen, echtes „Empfehlungsmarketing“.

Lange Besuchszeiten statt kurze Stippvisiten

Virtuelle Gäste, die ihren Webseitenbesuch eilig beenden und schleunigst wegklicken, bescheinigen der Internetpräsenz einen eklatanten Mangel an Attraktivität. Das registriert auch der aufmerksame Panda – und straft ab. Darum sollten sich Webmaster darum bemühen, ihre Besucher durch spannende Inhalte und ansprechende Gestaltung zum langen Verweilen und genüsslichen Stöbern auf der Webseite einzuladen.

Wer es bislang mit dem SEO-Gedanken nicht grausam übertrieben hat, der muss auch den Googlebär nicht fürchten. Für alle anderen gilt: Traffic für das Siegertreppchen kommt künftig nicht mehr aus der stumpfsinnigen Suchmaschinenretorte.

Weiterführende Links zum Thema:

„Panda“-Update: Google plant die Such-Revolution
http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/it-internet/google-plant-die-such-revolution/4296626.html

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