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Express Lieferservice:

Amazon liefert in Zukunft per Mini-Drohne

Online-Händler Amazon testet einen neuen Zustellservice: bestellte Waren sollen in einigen Jahren innerhalb von 30 min. per Mini-Drohne beim Kunden landen.

Prime-Air Bestellung - die Amazon-Drohne nimmt die Ware auf.

Prime-Air: Im Logistikzentrum nimmt die Amazon-Drohne die Transportbox mit der Ware auf. Bild: © Amazon/Video

Amazon will in einigen Jahren Bestellungen mit automatischen Mini-Drohnen beim Kunden zustellen. Das Unternehmen arbeite an eigenen Fluggeräten, verriet Amazon Konzernchef und Gründer Jeff Bezos in einem Fernsehinterview dem TV-Sender CBS. Die Idee sei, dass Mini-Drohnen bestellte Ware innerhalb von 30 min. beim Kunden abliefern. Allerdings schränkte Bezos ein, dass noch weitere Tests und Zulassungen der Luftfahrt-Behörde FAA (Federal Aviation Administration) ausstehen. In ca. vier bis fünf Jahren soll der Zustellservice von Amazon angeboten werden, sagte Bezos in der TV-Sendung „60 Minutes“.  Einen Namen für die neue Zustell-Option gibt es auch schon: »Prime-Air«

Der Lieferservice dürfte allerdings nur für kleinere und besonders eilige Bestellungen auf kurze Distanz vorbehalten bleiben: denn die Mini-Drohnen könnten nur Waren mit einem Gesamtgewicht von bis zu 2,5 Kilo und in einem Radius von 16 Kilometer liefern, betonte der Amazon-Chef.

Amazon Express-Lieferung mit Prime-Air

Die Abwicklung und Bestellung via Mini-Drohne ist denkbar einfach: Der Kunde bestellt seine Ware bei Amazon per Prime-Air. Ein Logistikmitarbeiter verpackt die Ware in einer speziellen Transportbox. Per Laufband wird die Ware zur Octocopter-Drohne befördert. Die Amazon-Liefer-Drohne nimmt die Transportbox auf und fliegt per GPS zum Kunden. Nach der Landung stellt die Mini-Drohne die Ware in der Transportbox vor der Haustür des Kunden ab. Danach kann der Express-Lieferbote wieder zurück zum Logistikzentrum fliegen und auf die nächste Bestellung warten. Was mit der Transportbox geschieht – bleibt allerdings offen.  Eventuell wird Amazon nach der Testphase auf Wegwerf-Boxen umstellen.

Der Einsatz von Mini-Drohnen nimmt zu

Das Waren mittlerweile per Mini-Drohnen ausgeliefert werden, ist an sich nichts Neues. Im Juni dieses Jahres haben wir bereits über die Pizzakette Domino’s aus England berichtet. Die findigen Pizzabäcker liefern ihre Pizzen per Domicopter bei ihren hungrigen Kunden ab.

Der Einsatz von Mini-Drohnen ist vielfältig: in Asien werden z. B. Wildtiere per Drohnen überwacht. Aber auch für Polizei und Sicherheitsdienste sind die kleinen Flugobjekte interessant. Und die Immobilienbranche lässt interessante Immobilien und für die Gebäudewartung von oben filmen.

Man darf in Zukunft gespannt sein, wann die erste Online-Apotheke ihre Medikamente durch die Lüfte zum Patienten transportiert. Lange wird es wohl nicht dauern.

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