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Schweden hat viel Fläche zum Leben

Leben und Arbeiten in Schweden Wer an Schweden denkt, denkt sicher sofort auch an Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga (der in Schweden übrigens Emil heißt) und andere Figuren der großen Schriftstellerin Astrid Lindgren. Und als nächstes hat man wahrscheinlich Elche vor dem inneren Auge, die es in Skandinavien so häufig gibt wie in Deutschland Rehwild.

Viele Touristen wollen denn auch bei ihrem Besuch in Schweden zuerst mal wissen, wo man eigentlich Elche sehen kann. Elchparks haben immer Konjunktur: Nicht nur Touristen, auch Einheimischen besuchen die Elchparks, um die Giganten der Wälder aus nächster Nähe zu sehen.

Denn Elche sind zwar häufig, aber auch viele Schweden haben noch nie einen Elch in freier Wildbahn gesehen. Sie sind eher scheue Gesellen, können aber, wenn Sie sich angegriffen fühlen, auch ziemlich rabiat werden. Ein Elchpark ist also eine sichere Sache, um ihnen Aug in Auge zu begegnen.

Schweden hat viel Fläche 450.295 km², aber relativ wenige Einwohner (9,11 Millionen Einwohner) – und die wohnen überwiegend in den drei großen Städten Stockholm, Malmö und Göteborg. Die drei großen Städte unterscheiden sich kaum von deutschen Ballungszentren. Das Leben ist schnell und hektisch und auch Kriminalität ist ein Thema.

Die restlichen Einwohner verteilen sich über den Süden des Landes. Wobei man in Schweden zwischen dem geographischen und dem gefühlten Süden der Einheimischen unterscheiden muss. Alles was nördlich einer imaginären Linie Göteborg–Stockholm liegt, ist Nord-Schweden und gehört eigentlich nicht mehr zu Schweden, finden zumindest die Südschweden.

Ein Junge mit der Schwedischen Fahne im Gesicht

Im Norden Schwedens sinkt die Einwohnerdichte teilweise auf zwei Leute pro Quadratkilometer, während sie im Süden etwa bei zwanzig Menschen auf der selben Fläche liegt. Zum Vergleich. In Deutschland tummeln sich zweihunderteinundreißig Einwohner pro Quadratkilometer. Man hat in Schweden also vergleichsweise viel Platz. Jedenfalls auf dem Land.

Wer es gern ruhig und beschaulich mag, ist auf dem Land in Schweden genau richtig. Jeder kennt jeden. Und jeder weiß, wie der andere tickt. Ist man hier am Ende der Welt? Auf den ersten Blick scheint es vielleicht so, doch es gibt eine sehr gut funktionierende Infrastruktur. Zum Beispiel werden schulpflichtige Kinder, egal wo sie wohnen, kostenfrei zur Schule transportiert. Notfalls auch mit dem Hubschrauber, was in einigen abgelegenen Regionen im Norden schon vorkommen kann.

Lagom-Sein – die schwedische Art, das Leben zu nehmen

In Schweden ist man lagom. Für dieses Wort gibt es keine adäquate deutsche Übersetzung. Lagom-Sein bedeutet, sich immer genau richtig verhalten, nie von der Norm abzuweichen, niemals jemanden mit seinen Fehlern zu konfrontieren. Lagom-Sein ist die Basis für das Jantelagen, das „Gesetz von Jante“.

Jantelagen ist zwar kein wirkliches Gesetz, aber es regelt als ungeschriebene Norm das soziale Zusammenleben der Schweden und bestimmt im Alltag nachhaltig das Miteinander.: Kurzgefasst lässt sich das Jantelagen damit umschreiben, dass man nicht glauben soll, in irgendeiner Weise etwas Besseres zu sein als ein anderer Mensch und folglich andere weder auslachen noch belehren soll.

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