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Roboterangriff – Roboter übernehmen die Welt?

EIn Roboter schreibt auf einer Tastatur Sie werden täglich (Roboter) mehr, und ihnen ist nicht zu trauen. Intelligente Maschinen übernehmen ganz beiläufig immer mehr Arbeiten im Haushalt. Ob mobil als automatischer Rasenmäher – in der perfekten Tarnung eines niedlichen Schafes – oder eher standfest als computerisierte Waschmaschine: früher oder später machen sie sich selbstständig. Und ob ihre Ziele guter oder böser Natur sind, das lässt sich nicht wirklich vorhersagen.

Von einem der bekanntesten Institute für Roboterforschung, der amerikanischen Carnegie Mellon University, ist jetzt eine Untersuchung zu diesem Thema erschienen. „Wie man einen Roboteraufstand übersteht“ gibt Ratschläge und Tipps für die effektive Verteidigung vor künstlicher Intelligenz. Wenn Sie also auf der Flucht vor intelligenten Blechwesen sind, beachten Sie bitte folgendes:

Wichtig ist zuerst einmal, die Individualität des Gegners zu erkennen. Wofür  ist er ursprünglich gebaut worden (mal davon ausgehend, das sein Bestimmungszweck nicht darin liegt, Sie persönlich durch Wald und Heide zu hetzen),  und worin liegen seine Stärken? Daraus ergeben sich ganz zwangsläufig die unterschiedlichsten Taktiken.

Wenn der Gegner infrarotgesteuert ist, liegt die beste Chance darin, sich mit Schlamm einzureiben, um so das speziell menschliche Wärmemuster zu verbergen. Bei einer Flucht mit dem Auto bieten sich Kreisfahrten an, da die meisten künstlichen Verfolger eher dafür geschaffen sind, geradeaus zu laufen. Zu Fuß ist deswegen der beste Fluchtweg zickzack und querfeldein, da Hindernisse für Roboter sehr viel schwerer zu umgehen sind als für Humanoide. Am besten ist natürlich der Fluchtweg durchs Wasser, da dieses beim elektrisch betriebenen Gegner in der Regel Kurzschlüsse verursacht.

Ein Tipp noch, der auch die Stärke menschlichen Verhaltens auf schöne Weise unterstreicht: wer zu zweit verfolgt wird, kann die Widersacher möglicherweise durch eine schlichte Umarmung loswerden, da die Erkennungsmöglichkeiten der Maschinen dadurch unterlaufen werden.

Vielleicht hilft es ja auch, den Angreifern die Asimovschen Gesetze vorzutragen, nach denen es Robotern schlicht verboten ist, sich gegen Menschen zu wenden. Aber möglicherweise bekommt man zur Antwort, dass dies eben leider nur in der fiktionalen Welt gelten kann. Sich auf Argumentieren mit Computern zu einzulassen  ist spätestens seit Stanley Kubricks „Odyssee im Weltraum“ ein zweifelhaftes Vergnügen.

In der Realität des 21. Jahrhunderts sind die Maschinenwesen übrigens schon auf dem Marsch durch die Institutionen. Der Wissenschaftsberater Dave King, immerhin auch für die britische Regierung aktiv, erklärte in einer kürzlich vorgelegten Studie, das innerhalb der nächsten 50 Jahre Roboter deutlich mehr Rechte haben werden als heute – zumindest solche, die über eine gewisse künstliche Intelligenz und eine Form von Bewusstsein verfügen. Es werden also wahrscheinlich auch dann nicht irgendwelche Eierkocher für das Parlament kandidieren dürfen – ob dies eine Verbesserung oder Verschlechterung darstellt, mag jeder selbst entscheiden.

Wichtig wird also für alle Menschen, Ethik und Moral auch im Umgang mit Maschinen erkennen zu lassen. Das heißt: keinen Roboterhund treten, wenn man dies bei einem normalen Hund eben auch nicht tun würde. So werden Roboter weiter in Rechte und Pflichten integriert werden – den Menschen sei allerdings empfohlen, vorerst immer eine Hand voll Schlamm in der Tasche zu haben. Man weiß ja nie.

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